Adventskalender Türchen 2: Die Geschichte von der schrecklichen Angst, die Türen schließt

 

Heute muss ich einmal ganz persönlich anfangen. Dieser Satz hat mich extrem berührt, zum Nachdenken gebracht, etwas in mir verändert, eine Neuorientierung möglich gemacht. Und es lohnt sich auch für Sie, einmal darüber nachzudenken: wovor fürchte ich mich am meisten? Und damit meine ich nicht etwa Spinnen, Flugzeuge oder enge Aufzüge. Ich meine eher: wovor haben Sie Angst, wenn Sie Ihre persönliche Entwicklung betrachten? Wovor haben Sie Angst, wenn Sie an Ihre Fähigkeiten denken? Wovor haben Sie Angst, wenn es um berufliche Orientierung geht? Wovor haben Sie Angst, wenn es um Lebensziele geht? Ich hoffe Sie verstehen, was ich meine. Ich mache es an zwei Beispielen aus meiner täglichen Praxis noch deutlicher:

 

 

 

1.      Die Frau, die sich nicht trennen konnte aus Angst, das Alleinsein nicht auszuhalten und mit dem Sich-selbst-versorgen-müssen völlig überfordert zu sein.

 

2.      Der Mann, der nie eine eigene Meinung im Beruf hatte, aus Angst anzuecken und gefeuert zu werden, wenn er nicht „Ja und Amen“ sagt.

 

Möglicherweise stellt man fest, dass diese Angst blockiert, mir den Weg verstellt, mich von meinen Ressourcen abschneidet. Die Angst führt dazu, etwas nicht zu tun. Die Angst führt dazu, einen Weg nicht einmal in Erwägung zu ziehen.

 

Was passiert, wenn wir uns mit unserer Angst konfrontieren, ihr ins Gesicht lachen, uns stellen? Erst einmal wohl nichts Schlimmes außer Erkenntnis. Vielleicht kann ich hinter der Angst, dann, wenn ich alles einmal nüchtern ohne die Angst betrachte, erkennen, dass es da ein Talent in mir gibt, dass mir da etwas Spaß machen könnte, dass da etwas Kreatives in mir schlummert, dass da etwas heraus will aus mir.

 

Und möglicherweise wird aus dem, wovor ich noch gestern Angst hatte, heute eine große Leidenschaft, etwas, wofür es sich lohnt zu leben, zu lernen, zu kämpfen. Klingt pathetisch und übertrieben. Aber in meinem Fall war es so.

 

Was aus den zwei Leuten geworden ist? Ganz einfach.

 

1.      Die Frau hat sich getrennt und arbeitet jetzt in einer Beratungsstelle, wo sie sich um Frauen kümmert, die in Krisen stecken, die Eheschwierigkeiten haben oder sich trennen wollen

 

2.      Der Mann hat gekündigt und ist jetzt selbstständig und damit sein eigener Herr. Es ist nun notwendig, dass er sich täglich seine eigene Meinung bildet und die Erkenntnisse daraus umsetzt.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, sich Ihrer Angst zu stellen und dabei neue Seiten zu entdecken,

 

Ihre Julia Georgi

P.S. Seien Sie gespannt was Türchen 3 für Sie bereit hält. Hoffentlich bis morgen.

 

 

 

 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Rosi BLöchinger (Freitag, 02 Dezember 2016 22:57)

    Verbundenheit - niemand geht den Weg allein. Wer sich ins Leben schreibt sucht Veränderung. Freiheit birgt ein gewisses Risiko-Veränderung heißt auch den gewohnten Weg zu verlassen. Ein weg mit Emotionen die sprachlos machen, auch die Selbstentfaltung nicht nur gefühlt sondern sichtbar machen können. Das Umfeld so bemerke ich verändert sich, es ist wie ein Gewinn der neuen Art, tiefe Charaktere zeigen sich auf, die oberflächlichen verabschieden sich langsam auf eine Art und Weise...Es ist wie Magie die einen umgibt, Vergangenes liegt im Rücken, das hier und jetzt ist die vorderseite im Antlitz des Menschen.Als ich mich bewußt auf den Weg machte, bedeutet es Ja sagen für mich.Auch meine Schwächen einzugestehen, meine Verletztheit, die Tatsache dass ich ab und an Hilfe brauche. Im selben Maß gestand ich mir meine Wünsche ein-endlich! Frei von Ängsten und Verzeiflung. Zeit zum Träumen, Zeit zum Entspannen und ganz viel Zeit zum Glücklich sein. Die gewonnene Freiheit verlangt auch in einer Form ihren Preis. Trotzallem auch wenn es schmerzhaft erscheint, wachse ich daran, die Erfahrung alleine für meinen Weg spricht für sich. Das Veränderbare mutig anzunehmen. Eine Fülle von Offenheit, Selbstliebe,Beharrlichkeit, Verzeihen,Intuition,Verrücktheit und Leichtigkeit all dies zusammen ist die Stärke die ich in meinen Marschgepäck habe. Die bewußte Betrachtung meines Lebens befähigt mich es so sehr wertzuschätzen. " Ins Wasser fällt ein Stein,ganz heimlich still und leise, und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise(M.Siebald). Es ist meine Veränderung, es sind meine Gedanken, es ist mein Weg, der mich weiterführt!! mein Text v. 04-2016 zu diesem Thema - ich freue mich schon auf morgen :)

  • #2

    Die Hypnose Praxis Julia Georgi (Samstag, 03 Dezember 2016 10:38)

    @Rosi Blöchinger: Das ist ein sehr persönlicher Text. Ein Text der zeigt, dass Auseinandersetzung mit sich selbst stattgefunden hat. Ein Text, der spüren lässt, dass Veränderung im Gange ist, und zwar gewaltig. Viel Freude damit den neuen Weg zu gehen.