Adventskalender Türchen 3: Sie befinden sich hier oder: Fünf Aufgaben, die Ihnen helfen Ihr Ziel zu erreichen

Entwicklung und starten geht nur, wenn man weiß wo man steht

 

Ich sehe ein Ziel vor meinem inneren Auge. Urlaub in der Karibik. Da möchte ich hin. Sehr verlockend. Ich sehe mich dort schon richtig, mittendrin. Am Strand, in der Sonne, ausspannen, endlich Ruhe. Wie schön. Peng – Traumblase zerplatzt. Warum? Das Auto hat erst neue Winterreifen gebraucht, die Kinder Schuhe und die Waschmaschine macht auch schon komische Geräusche. Kein Geld übrig. Außerdem sind die Kinder noch viel zu klein für so einen langen Flug. Die Realität holt einen ein.

 

Ein einfaches Beispiel dafür, was passiert, wenn ich nur meinen Träumen nachhänge und unrealistische Ziele vor Augen habe, ohne den aktuellen Standpunkt zu berücksichtigen. Leider sind es im Leben aber nicht nur diese einfachen Dinge, an denen wir scheitern, sondern häufig ganz komplexe Zusammensetzungen. Wir wollen uns beruflich verändern. Wir wollen eine bessere Partnerschaft haben. Wir wollen insgesamt zufriedener sein. Wir wollen uns erfüllter fühlen. Wir wollen schmerzfrei leben. Und und und. Sie merken schon alleine an der Aufzählung, dass es viele Wünsche gibt. Und dass die meisten davon alles andere als konkret sind. Und dass dabei schon gar nicht berücksichtigt wird, wo wir aktuell stehen, was die Ausgangsposition ist. Damit nun die Wünsche nicht ans Christkind übergeben werden und man sich aufs Hoffen und Warten beschränkt, muss ich mir eines klar machen: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich im Moment? Was habe ich an Ressourcen zur Verfügung? Wo gibt es aktuell Einschränkungen? Wen habe ich zur Unterstützung im Boot?

 

Stellen Sie es sich einfach so vor. Sie machen sich auf zu einer Wanderung. Vor Ihnen liegt das erklärte Ziel: die Spitze des Berges. Da müssen Sie sich doch auch erst einmal Gedanken darüber machen: wo genau bin ich auf der Karte? Wo ist mein Standpunkt? Habe ich die richtige Kleidung die richtigen Schuhe an? Habe ich genug Proviant dabei? Wer hilft mir, wenn ich unterwegs in Schwierigkeiten gerate? Wie lange werde ich für den Weg brauchen? Wie sehen die einzelnen Teilabschnitte der Wanderung aus? Was erwartet mich voraussichtlich? Reicht meine Kondition aus? Welches Wetter ist hier und heute am Starttag?

 

Analog sollten Sie es auch halten, wenn es um Lebensziele geht.

 

1.      Aufgabe: Versuchen Sie zunächst einmal, das Ziel möglichst genau zu definieren: realistisch, positiv formuliert, so klar wie möglich. Beispielsweise ist ihr Ziel nicht, ein zufriedenes Leben zu führen sondern – heruntergebrochen auf das Wesentliche, worauf es Ihnen ankommt – in der Partnerschaft täglich ohne Störung miteinander darüber zu sprechen, wie der Tag des Anderen war, um gut im Kontakt miteinander zu bleiben und den Anderen besser zu verstehen.

 

2.      Aufgabe: Wenn einmal das Ziel definiert ist, macht es auch Sinn, ein Zeitfenster festzulegen, bis wann man das Ziel erreicht haben will. Zum Beispiel: Umsetzung des Ziels bis Weihnachten.

 

3.      Aufgabe: Im Anschluss daran stellen Sie sich das Ziel bitte mit all ihren Sinnen vor: wo sind Sie dann, wenn das Ziel erreicht ist, was ist dann möglich, wie geht es Ihnen dann, was hören/sehen/riechen/schmecken/tasten Sie dann? – Soweit erledigt. Sehr gut. Ich bin stolz auf Sie.

 

4.      Aufgabe: Jetzt definieren Sie die Ausgangslage, den Standpunkt. Wie steht es aktuell um das Reden in der Partnerschaft? Was sind Ihre Gefühle/Bedürfnisse dazu? Was tun Sie dafür oder eben auch nicht, dass Gespräche möglich sind? Was tut oder tut der Partner nicht dafür? Was könnte eine Lösung dafür sein? Braucht es ein tägliches Ritual oder ist doch Paarberatung  notwendig um voran zu kommen?

 

5.      Aufgabe: Ja und wenn Sie einmal soweit sind dann hilft nur eins: tun. Umsetzen. Verändern.

 

 

 

Viel Erfolg und Freude dabei, sich in genauer Kenntnis des Startpunktes auf Wanderung zu begeben.

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Blöchinger Rosi (Sonntag, 04 Dezember 2016 12:49)

    Die Adventszeit ist ein guter Punkt, zum Aufbruch einer guten Wanderung, sich wiederfinden, sich an die
    Wuzeln zu erinnern, ein miteinander, gemeinsame Gespräche, die Lösungshilfe dabei ist das beste daran
    unsere Liebe zu dem Menschen der einen schon lange begleitet. Mit dem Partner achtsam umzugehen,
    der die Veränderung eines Partners nicht so schnell nachvollziehen kann. Glücksmomente genießen.....

  • #2

    Julia Georgi Die Hypnose Praxis (Montag, 05 Dezember 2016 07:09)

    @Blöchinger Rosi: miteinander sprechen ist das Beste, was man tun kann, um mit dem Partner auf demselben Weg zu bleiben und in dieselbe Richtung zu sehen, auch wenn sich einer möglicherweise schneller entwickelt als der Andere

  • #3

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