Ziele erreichen 2018: Die sechs besten Tipps um mit den eigenen Vorsätzen nicht kläglich zu scheitern

Ziele erreichen 2018 Die sechs besten Tipps um mit Ihren Vorsätzen nicht kläglich zu scheitern

 

Unglaublich. 88 Prozent. Ich falle fast vom Stuhl. 88 Prozent der Menschen, die mit guten Vorsätzen ins neue Jahr starten, setzen diese letztendlich nicht um.

 

Januar ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze. Die Zeit, in der man sich Ziele für 2018 setzt. Und meistens auch die Zeit, in der man kläglich scheitert, es durchzuziehen.

 

Drei Wochen geht man motiviert ins Fitnessstudio. Dann wird aus drei Terminen pro Woche einer und schließlich ist man für ein Jahr zahlende Karteileiche. Kommt Ihnen das auch bekannt vor?

 

 

Das Internet ist voll von schlauen Ratschlägen, wie man es schafft, sich mit Willenskraft dazu zu bringen, durchzuhalten. Wie man sich motiviert. Ich bin der Meinung, Sie sollten noch viel früher ansetzen, um Ihre Ziele 2018 zu erreichen. Nämlich am Ziel selbst. 

Die sechs besten Tipps um mit Ihren Vorsätzen nicht kläglich zu scheitern

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Weihnachten feiern ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig

 

Ein friedliches Weihnachten soll es sein. Festlich. Besinnlich. Familiär. Gemütlich soll es sein. Lustig. Jeder soll auf seine Kosten kommen.

 

Wie toll es doch ist, wenn die ganze Familie zusammenkommt. Wenn alle glücklich sind über die Geschenke. Wenn allen das Essen schmeckt. Alle lächeln und sind gut gelaunt, unterhalten sich vorzüglich. Alles läuft harmonisch ab. Weihnachtslieder werden gesungen.

 

Soweit das Wunschdenken.

 

Weihnachten ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig
Bild: Chris Benson über unsplash.com

Die Weihnachtsrealität

 

Die Weihnachtsrealität (mit einem Augenzwinkern dargestellt) sieht in vielen Familien so ähnlich aus:

 

  1. Die Vorbereitungsphase

 

Die ganze Verwandtschaft wird eingeladen. Es ist zwar klar, dass Kathrin und ihr Bruder sich ständig streiten werden, Opa Xaver ständig miesepetrig ist und Cousine Sandra mit spitzfindigen Bemerkungen nur so um sich schießt. Aber das wird schon gehen.

 

Auf jeden Fall müssen Geschenke besorgt werden. Man hat ohnehin schon alles. Was sich jemand wirklich wünscht ist zu teuer. Und womit man demjenigen eine Freude machen kann, weiß man meistens nicht. Aber trotzdem. Zu Weihnachten gehören Geschenke.

 

Und weil keiner zwischen Januar und Anfang Dezember an Weihnachten denkt, quält man sich eben an den Adventssamstagen mit allen Anderen, denen es genauso geht, in einer nicht enden wollenden Blechlawine in die nächste Innenstadt. Man streitet sich um den letzten Parkplatz, drückt sich durch die Läden und kauft aus Verzweiflung dann doch wieder ein Parfüm, eine Krawatte oder auch den zwanzigsten Schal in Folge. Die Geschenke müssen natürlich noch ordentlich eingepackt werden, am liebsten nicht 08/15.

 

Aber damit noch nicht genug. Zu Weihnachten gehören auch Plätzchen. Gekaufte Kekse zählen nicht. Also verschwinden viele Frauen zur Weihnachtszeit unter einer Wolke aus Mehl und Zucker. Wenn sogar die Kinder noch helfen dürfen, ist es sicher, dass die Küche hinterher zweimal gewischt werden muss. Bis spät in die Nacht wird häufig gepinselt, zusammengeklebt und feinst verziert. Denn filigran müssen sie sein. Wer will sich schon beim Adventsbasar mit groben Plätzchen outen?

 

Zu den Vorbereitungen gehört auch, das Haus festlich zu schmücken. Die Männer tackern Lichterketten an Dachgiebel während die Frauen büschelweise Tannengrün verarbeiten. Da noch eine Kerze, dort noch eine Kugel.

 

Wenn der 24.12. näher rückt, wird das ganze Haus von oben bis unten auf Hochglanz geschrubbt. Was würde die Verwandtschaft sonst sagen.

 

Was natürlich auch noch wichtig ist, ist das Einkaufen von Lebensmitteln. Schließlich haben die Geschäfte dann mehrere Tage am Stück geschlossen. Da kann schon einmal der Notstand ausbrechen, wenn die kluge Hausfrau nicht vorsorgt. Also am 23.12. ab in die Läden. Schubbs-zwick-ächz: und die letzte tiefgekühlte Gans gehört mir.

 

 

 

  1. Der heilige Abend

 

Endlich ist er da: der Weihnachtstag. Schon frühmorgens wird in der Küche geschnippelt, gebraten, püriert, überbacken, in Gläschen drapiert.

 

Damit man so viele Leute im Esszimmer unterbringt, muss erst ein zweiter Tisch aus der Garage geholt werden. Dann wird die Tafel festlich dekoriert. Mit den besonders künstlerisch gefalteten Servietten versteht sich.

 

Der Weihnachtsbaum wird geschmückt, nachdem die Lichterketten wie jedes Jahr irgendwie durcheinander in einer Tüte gelandet sind und man eine halbe Stunde mit dem Entwirren verbracht hat. Die Katze hat dann gleich noch eine Schachtel Glas-Christbaumkugeln hinunter geworfen. Aber weihnachtliche Scherben bringen bestimmt besonders Glück.

 

Und schon heißt es anziehen und ab zur Kirche. Schließlich muss man eine Stunde vorher da sein, um einen Sitzplatz zu ergattern. Der Puls ist während des ganzen Gottesdienstes erhöht, weil man sich ständig fragt, ob man nicht irgend etwas vergessen hat.

 

Zu Hause angekommen steht schließlich schon die komplette Verwandtschaft vor der Tür. Dann heißt es ab in die Küche. Während des Essens, wo man selbst nassgeschwitzt als Letzte auf dem Notstuhl landet, geht es dann los: Tante Elisabeth fragt, ob das Essen schon vegan sei, Oma Erna macht sich Gedanken um ihre Blutzuckerwerte und Sohn Thomas meckert, weil es Gemüse gibt. Irgendwie sind hinterher aber doch alle vollgefressen, spätestens nach Kaffee und Plätzchen. Ja, kann schon sein, dass die Vanillekipferl letztes Jahr kleiner waren – grummel.

 

Endlich Bescherung. Die stundenlang liebevoll drapierten Schleifen auf den Geschenken landen achtlos auf dem Müll-Stapel in der Ecke. „Ach wie toll, Socken. Ich mag praktische Geschenke.“ Ja, was soll man sonst sagen. Währenddessen streiten sich schon die Kinder. Und weil es noch nicht genug ist, wird noch ein schon lange schwelender Konflikt zwischen Opa und Sohn so richtig hochgekocht.

 

 

 

  1. Die Weihnachtsfeiertage

 

Der Luft- und Bewegungsmangel sowie das viele Essen machen sich mittlerweile schon bemerkbar. Genauso wie die Überdosis Verwandtschaft. Aber man muss schließlich auch noch zu den Schwiegereltern. Und die Großmutter väterlicherseits und die Großtante müssen auch noch besucht werden. Das gehört sich so. Also geht der Marathon weiter. Mittlerweile nerven die Weihnachtslieder im Radio schon gewaltig. Der ständige Regen schlägt auf das Gemüt. Könnte es nicht schneien? Weiße Weihnachten würde das Fest bestimmt schöner machen.

 

Völlig erschöpft und mit einem Muskelkater in den Mundwinkel vom vielen künstlichen Lächeln fällt man dann erschöpft ins Bett. Und schwört sich dabei, dass nächstes Weihnachten anders ablaufen wird.

 

 

 

Na, haben Sie sich an der ein oder anderen Stelle wiedererkannt?

 

Weihnachten feiern ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig
Bild: Gabriel Matula über unsplash.com

Warum Weihnachten häufig in Streit ausartet

 

 

 

An Weihnachten prallen verschiedenste Vorstellungen, Erwartungen und Bedürfnisse auf engstem Raum unter einem Dach aufeinander, und das meist über mehrere Tage. Und das, obwohl der Stresspegel auf Grund der Vorbereitungen schon hoch ist und somit die eigene Zündschnur eher kurz ausfällt.

 

Der eine will Ruhe, der andere ist nur glücklich, wenn alle zusammen sind. Eine Person freut sich über Traditionen, der anderen Person hängt das ewig Alte zum Hals heraus. Für manche ist Weihnachten die schönste Zeit im Jahr, anderen verursacht alleine das Wort schon Brechreiz.

 

Jeder hat zusätzlich seine Vorstellungen davon, wie Weihnachten sein soll und trägt seine Erwartungen mit sich: über welches Geschenk er sich freuen würde, wie die Mama auf das eigene Geschenk reagieren sollte, dass man über Probleme an Weihnachten nicht sprechen sollte. Und so weiter.

 

All das führt häufig zu Hektik, Konflikten und Enttäuschung anstatt strahlenden Gesichtern.

 

Weihnachten feiern ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig

 

 

 

In diesen alljährlichen Weihnachtsstress platzt jetzt ein ganz aktueller Trend: Hygge.

 

Hy….was? fragen Sie sich jetzt vielleicht. Hygge kommt aus dem Dänischen. Und ist mehr als ein Wort. Es ist ein Gefühl, eine Stimmung, ja eine ganze Lebensanschauung oder Philosophie.

 

Ist etwas hyggelig, dann ist es gemütlich, angenehm, nett. Es fühlt sich wohlig, geborgen, vertraut und behaglich an. Man fühlt sich daheim, tut sich selbst etwas Gutes damit. Man genießt das Leben zusammen mit Anderen in herzlicher, offener Atmosphäre.

 

Alles, was dem Wohlbefinden dient, ist hyggelig. Egal ob es eine Art und Weise ist, wie man seine Wohnung eingerichtet hat. Oder eher eine bestimmte Tätigkeit. Oder aber auch ein Geschenk. Ja sogar Menschen selbst können hyggelig sein.

 

Hygge passt meiner Meinung nach wunderbar zu Weihnachten. Weil gerade da wollen wir ja Wohlfühlzeit und Gemütlichkeit. Genau da wollen wir uns und anderen Menschen etwas Gutes tun. Gerade da haben wir einen besonderen Sinn für Dekoration, Lichter und Kerzen. Dafür, es uns heimelig zu machen.

 

Weihnachten feiern ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig
Bild: Sweta Meininger über unsplash.com

Wie macht man Weihnachten hyggelig? 7 Tipps wie Sie Hygge in Ihr Weihnachten bringen

 

 

 

Tipp Nr. 1 Bringen Sie Hygge in Ihre Wohnung

 

Schluss mit grellem Licht und kaltem Minimalismus. Machen Sie Ihre Wohnung gemütlich. Arbeiten Sie mit warmen Farben, mit weichen, kuscheligen Materialien. Stellen Sie Kerzen, Laternen, Windlichter auf. Heizen Sie den Kaminofen an, wenn Sie einen besitzen. Dekorieren Sie. Laden Sie den Duft nach frischen Tannenzweigen, Orangen, Plätzchen in Ihre vier Wände ein. Zaubern Sie eine solche Stimmung in der Wohnung, dass Sie sich rundum wohl fühlen.

 

 

 

Tipp Nr. 2: Bringen Sie Hygge in Ihre Geschenke

 

Schluss mit Einkaufsmarathons voller Stress, bei denen man für viel Geld Dinge erwirbt, die ohnehin niemand haben möchte. Schenken Sie etwas, von dem jeder zu wenig hat: Zeit. Schenken Sie gemeinsame Qualitätszeit, in der man einen Ausflug macht oder es sich ohne Störung einfach nur gut gehen lässt. Schenken Sie Auszeiten, indem Sie zum Beispiel einer gestressten Mama ermöglichen, einen Tag lang ohne Kinder zu sein und ganz für sich selbst entscheiden zu können, was jetzt gut tut. Schenken Sie etwas, was Sie tun können, damit es dem Beschenkten gut geht, dass er sich wohlfühlt, zum Beispiel eine Massage. Hyggelige Geschenke haben noch einen schönen Nebeneffekt: sie machen auch den Schenkenden wirklich glücklich, weil die Reaktion des Beschenkten mehr ist als ein müdes Lächeln über das dritte Parfüm in Folge.

 

 

 

Tipp Nr. 3: Bringen Sie Hygge in Ihre Weihnachtsvorbereitungen

 

Schluss mit Stress, Hektik und dem Gefühl, nach Weihnachten mal wieder Urlaub zu brauchen. Beginnen Sie frühzeitig mit den Vorbereitungen. Was spricht eigentlich dagegen, sich schon im Juli um ein Geschenk Gedanken zu machen? Was spricht dagegen, sich schon am ersten Advent Gedanken zu machen, wie der 24.12. ablaufen soll? Vorplanen entstresst. Dazu kommt auch, dass man für die einzelnen Tätigkeiten genügend Zeit einplanen sollte. Wer vorhat, am Nachmittag des 23.12. einkaufen zu gehen, drei Gerichte vorzukochen, die Wohnung zu putzen, die Geschenke zu besorgen und einzupacken, der wird automatisch in Stress geraten. Also aufteilen, einteilen, vorbereiten soweit es geht. Und: Unterstützung holen. Zu Hygge gehört auch, gemeinsam eine gute Zeit zu haben. Das gilt auch für die Vorbereitungen. Warum nicht zum Beispiel als Paar gemeinsam den Christbaum schmücken und sich danach mit einem schönen Schaumbad belohnen? Warum nicht mit der Schwester gemeinsam in der Küche das Gemüse schnibbeln und hinterher bei Tee und Plätzchen zusammensitzen? Hyggelig Pause machen in den Weihnachtsvorbereitungen – das ist auch wichtig!

 

Tipp Nr. 4: Bringen Sie Hygge in Ihre Vorstellung von Weihnachten

 

Schluss damit, einfach alles so zu machen wie immer, nur weil es schon ewig so war. Überprüfen Sie Abläufe und Traditionen daraufhin, ob sie wirklich Ihren Vorstellungen von einem Wohlfühl-Weihnachten entsprechen. Ist es wirklich gemütlich am 24.12. bei Mutter Ingrid, am 25.12. bei Oma Else und am 26.12. bei Tante Gerda zu feiern, immer von A nach B zu hetzen? Muss es denn wirklich sein, am 24.12. nach der Arbeit schnell Geschenke zu verpacken, zur Kinder-Mette am Nachmittag in die Kirche zu hetzen und dann schnell, schnell nach Hause und kochen? Ich habe zum Beispiel als Kind eine schöne Tradition erfahren. Immer am 24.12. war ich am Nachmittag mit meiner Tante im Kino. Währenddessen hatte Mama Zeit, sich um Baum und Geschenke zu kümmern. Und für mich war es wirklich eine schöne Tradition, die ich nicht missen möchte. Das Tollste war, dass im Kino natürlich nichts los war und wir häufig den ganzen Kinosaal für uns alleine hatten. Stellen Sie die klassischen Abläufe in Frage und setzen Sie Ihre eigenen Vorstellungen von Weihnachten um – Hauptsache hyggelig.

 

 

 

Tipp Nr. 5: Bringen Sie Hygge in Ihren Weihnachtsabend

 

Schluss mit 5-Gänge-Menü und mit „alles muss perfekt sein“. Um gemütlich gemeinsam feiern zu können und eine gute Zeit zu haben braucht es nicht den Gänsebraten und das auf Hochglanz polierte Silberbesteck. Und es braucht kein steifes Zusammensitzen, bei dem jeder künstlich lächelt. Vielmehr stellt sich mir die Frage: Was schmeckt allen Gästen? Auf welche Art und Weise fühlen sich alle wohl? Wie kann man echt gemeinsam lachen und sich daran erfreuen, dass man zusammensitzt? Vielleicht lässt sich ein gemeinsames Gesprächsthema schaffen. Vielleicht lässt sich gemeinsam etwas erleben an Weihnachten. Das kann sein, dass man „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Sissi“ im Fernsehen ansieht. Das kann sein, dass das alte Gesellschaftsspiel ausgepackt wird. Das kann eine gemeinsame Schneeballschlacht sein. Machen Sie Ihren Weihnachtsabend rundum hyggelig – stimmig, gemütlich, unterhaltsam.

 

 

 

Tipp Nr. 6: Bringen Sie Hygge in Ihre Weihnachtsfeiertage

 

Schluss damit, dass jeder einem festen Weihnachtsprotokoll folgen muss und immer alle alles gemeinsam machen. Jeder braucht Freiraum, um seinen Bedürfnissen nachgehen zu können. Gerade an Weihnachten, wenn man mehrere Tage nacheinander räumlich sehr eng beisammen ist und viel Zeit miteinander verbringt. Es ist doch völlig in Ordnung, wenn sich der Sohn zum Spielen mit seinem neuen Lego-Set in sein Zimmer zurückzieht. Oder wenn ich mir den Hund packe und eine Stunde alleine spazierengehe um den Kopf frei zu bekommen und mich wohl statt vollgefressen zu fühlen. Jeder sollte seine Auszeiten haben, auch mal Zeit für sich alleine haben können. So können schlechte Laune und Konflikte von vornherein vermieden werden.

 

Tipp Nr. 7: Bringen Sie Hygge in Ihr Inneres

 

Schluss mit Anspannung, Stress, schlechter Laune. Lassen Sie stattdessen Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit in Ihr Inneres einkehren. Dazu ist mein Tipp: Dankbarkeit macht es in einem hyggelig. Seien Sie dankbar für das Dach über Ihrem Kopf. Seien Sie dankbar, dass Sie es warm haben, etwas zu essen haben. Seien Sie dankbar über Ihre Familie. Seien Sie dankbar, gesund zu sein. Seien Sie dankbar über kleine Freuden im Weihnachtsalltag. Machen Sie sich bewusst, wo Sie an Weihnachten den Satz sagen können: „Hab ich ein Glück!“

 

Weihnachten feiern ohne Hektik und Streit: machen wir es uns hyggelig
Bild: Elena Ferrer über unsplash.com

Was wir von Pippi Langstrumpf über Hygge an Weihnachten lernen können

 

 

 

Vielleicht kennen Sie ja die wunderbare Geschichte „Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten“ von Astrid Lindgren. Falls nicht, erzähle ich Sie Ihnen in der Kurzversion. Denn davon können wir unglaublich viel lernen. Wir können lernen, wie man es sich an Weihnachten hyggelig macht, selbst wenn es widrige Umstände gibt.

 

 

 

Die Geschichte geht so: Es ist Heiligabend und alle feiern schön Weihnachten. Bis auf Pelle, Bosse und Inga, deren Mutter ins Krankenhaus gekommen ist. Sie haben keine Geschenke, keinen Christbaum, kein Essen und sind ganz traurig. Pippi Langstrumpf rettet den Heiligabend. Sie reitet mit ihrem Pferd „Kleiner Onkel“ vor. Sie bringt Obst, Nüsse, Bonbons und Weihnachtsgeschenke mit. Und: Sie hat einen Weihnachtsbaum auf dem Kopf. Sie animiert die Kinder, zusammen mit ihr zu tanzen. Es wird ausgelassen gelacht und danach werden Geschenke ausgepackt. Sie zaubert eine fröhliche, heimelige Atmosphäre, in der sich alle gesehen, geschätzt und geborgen fühlen. Durch die schräge Aktion mit dem Baum auf dem Kopf reißt sie alle mit. Der Alltag mit allen Sorgen um die kranke Mama ist für einen Moment vergessen.

 

 

 

Ist das nicht ein wunderbares Vorbild, wie man Hygge ins Weihnachtsfest bringen kann?

 

 

 

Bevor Sie jetzt überlegen, sich einen Christbaum auf den Kopf zu schnallen – lassen Sie es. Es ist ja nur metaphorisch gemeint. Aber Sie können ja mal überlegen: welche Aktion, welcher Film, welches Spiel etc. könnte bei Ihnen einen ähnlichen Effekt erzeugen?

 

 

 

Kurz und knapp: Schluss mit Lesen, ran ans Umsetzen. Ich wünsche Ihnen von Herzen hyggelige Weihnachten.

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

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Bild: Lionello Delpiccolo über unsplash.com
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Herbstblues adé - sagen Sie mit zehn einfachen Tipps Müdigkeit, Energieverlust und schlechter Stimmung den Kampf an

Winterschlaf. Der Igel tut es. Er verkriecht sich in seinen Laubhaufen, rollt sich in einer Kugel zusammen und entflieht somit dem trüben, kalten Wetter, das uns Menschen müde, antriebslos und schlecht gelaunt werden lässt.

 

 

Die Blätter fallen. Die Temperaturen sinken. Die Tage werden kürzer. Es ist morgens dunkel, wenn wir aus dem Haus gehen und abends dunkel, wenn wir nach Hause kommen. Einfach nur schlafen wollen. Keine Lust etwas zu unternehmen. Schlechte Laune. Ein stückweit ganz normal in dieser Jahreszeit. Unser Körper braucht Zeit, bis er sich neu eingestellt und den Bio-Rhythmus angepasst hat. 

Herbstblues oder Winterdepression?

 

Jedoch kann aus diesem natürlichen Anpassungsprozess auch eine „Winterdepression“ werden. Fachlich korrekt heißt diese Störung „saisonal abhängige Depression“, kurz SAD. Laut einer Studie im nordamerikanischen Raum seien davon zwischen 4 und 18 Prozent der Menschen betroffen. Die Zahlen sind wohl deswegen so ungenau, weil viele Betroffene nicht zum Arzt gehen. In Skandinavien sind wohl noch mehr Menschen betroffen, in Deutschland eher etwas weniger. Die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, ist für Frauen und ab dem 30. Lebensjahr höher.

Die Symptome dieser Störung, die vor allem im Herbst und Winter auftritt, sind:

·        Müdigkeit

·        Energielosigkeit

·        verminderte Aktivität und geringere Leistungsfähigkeit

·        Niedergeschlagenheit

·        vermehrter Appetit (vor allem auf kohlenhydrathaltige Speisen) mit einhergehender Gewichtszunahme

·        hohes Schlafbedürfnis bei gleichzeitig als nicht erholsam erlebtem Schlaf

·        Libidoverlust

 

Die SAD ist eine Erkrankung, die von einem Facharzt ordentlich diagnostiziert und behandelt werden sollte. Eingesetzt dazu wird vor allem Lichttherapie, Johanniskraut oder medikamentöse Therapie mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI). 

Vorbeugung juche - Herbstblues adé

Am besten ist es jedoch, vorzubeugen. Dafür zu sorgen, dass aus einem „normalen Herbstblues“ keine Erkrankung wird. Sagen Sie mit meinen zehn einfachen Tipps Müdigkeit, Energieverlust und schlechter Stimmung den Kampf an.

 

Und los geht`s…

 

Herbstblues adé - Tipp Nr. 1: Machen Sie Wechselduschen

 

Das ist wohl eine der allereinfachsten Arten, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Wechselduschen stärken das Immunsystem, fördern die Durchblutung und tragen zur Verbesserung des Lymphflusses bei. Der Kreislauf wird angeregt. Sogar stimmungsaufhellende Wirkung wird der sogenannten Hydrotherapie attestiert. Und so funktioniert es richtig: Duschen Sie Ihren Körper abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser ab. Beginnen Sie dabei an den Füßen und arbeiten Sie sich langsam weiter nach oben vor. Achten Sie gerade als Anfänger darauf, dass die Kaltphase nicht zu lang dauert und die Temperaturunterschiede nicht zu groß sind. Als Fortgeschrittener sollte die jeweilige Temperatur jeweils eine Minute angewandt werden bevor der Wechsel erfolgt. Insgesamt sollten drei Warm-Kalt-Phasen durchgeführt werden. Beendet wird mit kalt. Schöner Nebeneffekt: die Haut sieht hinterher rosig und glänzend aus. Somit ist die Wechseldusche zusätzlich auch ein richtiger Kick für unsere Jugend. 

 

Herbstblues ade: Wechselduschen
Bild: Ze Zorzan über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 2: Tageslicht und frische Luft tanken.

 

Ich weiß, das ist ein alter Hut. Aber unglaublich wichtig für unser Wohlbefinden in der Herbstzeit. Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen 20-Minuten-Spaziergang in der Mittagspause? Wer es gar nicht schafft, bei Tageslicht nach draußen zu gehen, dem sei eine Tageslicht-Lampe empfohlen. So eine Lampe simuliert Sonnenlicht mit einer Lichtstärke von 10.000 Lux oder sogar mehr. Dies wirkt auf den Hormonhaushalt ein und beugt so Unausgeglichenheit, gedrückter Stimmungslage, Antriebslosigkeit und Energiemangel vor. Gute Geräte gibt es in einem Preissegment zwischen 75 und 100 Euro. (Meine Empfehlung:  eine Tageslichtlampe

Frische Luft gibt es auch im Dunkeln. Also ruhig vor oder nach der Arbeit eine kleine Runde draußen wagen. Warm eingepackt versteht sich. Im Übrigen: auch die Bewegung an sich tut der Stimmung gut, weil dadurch vermehrt Botenstoffe im Gehirn freigesetzt werden. Und das ganz ohne Leistungssportler werden zu müssen. Wer sich schwer tut damit, nach draußen zu gehen, dem hilft vielleicht Gesellschaft. Dann macht es doch gleich mehr Freude, wenn man nicht alleine seine Kreise drehen muss. 

 

Herbstblues adé Tageslicht und frische Luft
Bild: Lukas-H über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 3: Gewürze sorgen für Pepp.

 

Die Natur ist reich an Schätzen. Gewürze wie etwa Ingwer, Zimt, Chili, Rosmarin, Basilikum oder Thymian kennt man. Sie lassen sich jedoch ganz gezielt für unsere Gesundheit verwenden. Ingwer zum Beispiel ist ein prima Entzündungshemmer und bekämpft Übelkeit. Zimt sorgt laut Studien für die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und wirkt sich positiv auf Aufmerksamkeit und Erinnerungsfähigkeit aus. Chili kurbelt den Stoffwechsel an, verbessert die Immunabwehr und der Wirkstoff Capsaicin hilft in Salbe auch zum Beispiel bei Rückenschmerzen. Rosmarin hilft bei Erkrankungen der Atemwege und wird im Zusammenspiel mit Zitronenmelisse besonders bei Winterdepression als lindernd angesehen. Basilikum ist ein toller Lieferant für Vitamine und Spurenelemente. Und Thymian wird nicht nur als Helfer bei Bronchitis benutzt, sondern auch wegen seiner beruhigenden Wirkung in der Behandlung von Schlafproblemen eingesetzt. Also: ran an die Gewürze. Sie sorgen nicht nur für ein leckeres Essen, sondern auch für körperliches und seelisches Wohl, halten uns gesund und fit in der kalten Jahreszeit. 

 

Herbstblues adé Gewürze
Bild: Baehaki Hariri über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 4: Bunte Farben sorgen für gute Laune.

 

Aktuell sind neben grau und schwarz besonders knallige, ausdrucksstarke Farben angesagt: Beerentöne, Rot, Blau, Curry. Umgeben Sie sich mit Farbe. Egal ob Kleidung, Schmuck, Taschen, Wandfarbe, Dekoration, Wohnaccessoires wie Decken, Tischsets und Kissen oder Blumen. Farben wirken auf unsere Stimmung. Das wusste schon Johann Wolfgang von Goethe als er sich der Farblehre widmete. Besonders Gelb- und Orangetöne sorgen für gute Stimmung, Freude, Heiterkeit, Wärme. Also: Farbakzente setzen. 

 

Herbstblues adé bunte Farben
Bild: Alexandra Gorn über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 5: Bekämpfen Sie nicht den Herbst, sondern erfreuen Sie sich an dem, was er uns Positives bietet.

 

Wenn wir achtsam sind, dann lassen sich durchaus schöne Seiten am Herbst finden: bunte, raschelnde Blätter. Klare Luft. Tage, an denen die Sonne sich durch den Nebel kämpft und alles golden beleuchtet. Knisterndes Holz im Kaminofen. Diese ganz besondere Wärme, die nur Holzöfen ausstrahlen. Es ist wieder Zeit für Tee. Für weiche Kuscheldecken. Für Couch-Potatoe-Tage. Es gibt schon die ersten Plätzchen. Finden Sie heraus, welche positiven Seiten Sie dem Herbst abgewinnen können, wenn Sie genau hinsehen und beginnen Sie damit, diese in Ihren Alltag einzubauen. 

 

Herbstblues adé das Positive am Herbst erkennen
Bild: Pavan Trikutam über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 6: Mit der richtigen Ernährung topfit.

 

Pilze, Grünkohl, Kürbis, Maronen, Rotkohl, Rote Bete, Wirsing  - heimische Gemüse der Herbstsaison. Besonders nährstoffreich. Genau abgestimmt auf die Bedürfnisse des Körpers in dieser Jahreszeit. Ergänzt mit Obst wie etwa Orangen, Mandarinen, Granatäpfeln, Feigen und den heimischen Quitten ergibt sich eine perfekte Mischung, um gesund in den Winter zu starten. Seien Sie doch einmal kreativ. Probieren Sie neue Rezepte aus. Mein All-Time-Favorite um diese Jahreszeit ist die Kürbissuppe mit Ingwer, dekoriert mit Kürbiskernen und einem Spritzer Kernöl. Meine Empfehlung: Kürbiskernöl aus der Steiermark

 

 

Dazu ein leckerer Feldsalat mit Rote Bete-Streifen.  Und als Nachspeise dünne Pfannkuchen, garniert mit Orangenfilets und Mandelblättchen. So lecker ist der Herbst. 

 

Herbstblues adé richtige Ernährung
Bild: Cala über unsplash,com

Herbstblues adé Tipp Nr. 7: Pflegen Sie Ihren Körper.

 

Gerade wenn die Heizperiode beginnt und wir draußen Wind und Wetter ausgesetzt sind, trocknet unsere Haut schnell aus. Deshalb macht es Sinn, unser größtes Organ zu pflegen. Wenn Sie da jetzt an ein schönes heißes Schaumbad nach dem Spaziergang denken muss ich leider sagen: das wäre zwar in punco Wohlfühlen ein Gewinn, allerdings nicht für die Haut. Pflege für die Haut um diese Jahreszeit sollte rückfettend, feuchtigkeitsspendend und besonders reichhaltig sein. Creme- oder ölhaltiges Duschgel, Handcreme, Gesichtscreme, mildes Shampoo und Haarkur, Bodylotion. Was bei mir persönlich um die Jahreszeit ein echtes Problem ist sind die rissigen, zum Teil schon brennenden Lippen. Da habe ich fast alles, was es auf dem Markt gibt, durchprobiert. Ein Produkt das mir wirklich hilft ist dieses: Lippenpflege z.B. von Clarins (unbeauftragte, unbezahlte Werbung) 

 

 

All diese kleinen Helferlein sorgen dafür, dass die Haut gut durch diese stressige Zeit kommt. So sind Sie rundum gut versorgt. Und: positive Aufmerksamkeit für sich selbst und Berührung führt zur Ausschüttung von Oxytocin und somit auch zum Abbau von Anspannung und Stress. 

Herbstblues adé Tipp Nr. 8: Lesen Sie ein Buch.

 

Eingekuschelt auf der Couch lässt es sich besonders gut schmökern. Es geht darum, die eigene Stimmung dadurch zu beeinflussen, dass Sie komplett Abstand zum Alltag bekommen, in eine völlig andere Welt eintauchen. Manche erreichen das durch Liebesromane, andere durch Fantasygeschichten, die nächsten durch packende Thriller, wieder andere durch Kochbücher. Meine absolute Buchempfehlung für die Herbstzeit ist: die Krimis von Rita Falk (unbeauftragte, unbezahlte Werbung)

 

 

Warum ist das so? Es ist das neueste Buch der Autorin Rita Falk. Alle vorherigen habe ich verschlungen. Ich liebe Heimatkrimis. Ich liebe den trockenen Humor und die schrulligen Figuren. Es ist leichte Kost und lenkt wunderbar ab vom anstrengenden Denkalltag. 

 

Herbstblues ade Buch lesen
Bild: Ksenia Makagonova über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 9: Holen Sie das Kind in sich heraus.

 

Wie schön war es doch als Kind, mit Gummistiefeln in eine Wasserpfütze zu hüpfen, durch raschelndes Laub zu laufen oder einen Drachen steigen zu lassen. Ich erinnere mich auch an Kastanien sammeln und daraus Männchen bauen. Wie toll war es, am Familiensonntag ein Brettspiel rauszuholen. Ich erinnere mich gern daran, wie wir alle gefiebert haben, doch irgendwann die Schlossallee beim Monopoly kaufen zu können oder die vierte Figur bei „Mensch ärgere Dich nicht“ sicher nach Hause zu bringen. November war auch die Zeit des Adventskranzbindens und Schmückens und die Zeit des ersten durch das Haus wabernden Plätzchenduftes. Wie lustig es doch war, die sorgfältig von Mama versteckte Plätzchendose aufzuspüren und daraus zu naschen. So haben die „Leckerl“ natürlich nie gereicht bis Weihnachten. Was auch immer aus Ihrer Kinderzeit es ist, woran Sie sich erinnern, wenn es um den Spätherbst geht: tun Sie es. Nutzen Sie dieses alte Wohlfühl-Wissen. Ein bisschen kindliche Freude hat noch niemandem geschadet. 

 

Herbstblues adé das Kind in sich wiederentdecken
Bild: Michal Parzuchowski über unsplash.com

Herbstblues adé Tipp Nr. 10: Zeit für die Partnerschaft.

 

Gerade im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, es häufig dunkel und kalt ist, ist meistens nicht so viel los wie im lebendigen Sommer mit all seinen Einladungen, Grillpartys, Radtouren und so weiter. Dies ist die optimale Zeit, die Partnerschaft zu pflegen, Qualitäts-Zeit miteinander zu verbringen und so auch die Stimmung positiv zu beeinflussen. Von Berührung haben wir ja schon kurz im Tipp 7 gesprochen. Natürlich wirkt fremde Berührung, Umarmen, Kuscheln noch viel besser. Überlegen Sie doch einmal als Paar gemeinsam, was Ihnen Spaß machen könnte: ins Kino, ein Besuch in der Sternwarte, Tanzen gehen, ein Dinner in the Dark? Was fällt Ihnen ein? 

 

Herbstblues adé Kuscheln und Zeit für die Partnerschaft
Bild: Haley Powers über unsplash.com

Aber noch einmal zurück zum Anfang: ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich stelle mir gerade einen Igel vor, wie er sich morgens kalt duscht, dass es ihm die Stacheln aufstellt. Wie er sich danach, die Pfötchen pflegt. Wie er sich danach einen orangen Schal umwickelt und eine Extraportion Äpfel verspeist. Gleich gefolgt davon, dass er wie ein Derwisch durchs Laub springt, dass die Blätter nur so rascheln. Ich glaube wir lassen ihn  lieber Winterschlaf halten.

 

 

So, und nun muss ich aufhören zu schreiben und raus zum Herbstspaziergang. Und wenn Sie noch mehr von mir hören möchten, dann folgen Sie mir auf Facebook.

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Ferienlust-Familienfrust: 5 Tipps für einen friedlichen, erholsamen Urlaub

 

Endlich Ferien! Endlich Urlaub! Endlich weg!

 

Sonne genießen. Ausspannen. Weit weg vom Alltag. Was für Viele das Paradies ist, ist für Andere der Auslöser für Gemecker, Gezicke, handfesten Streit, Funkstille und Urlaubsfrust.

 

Wenn Sie es anders machen wollen und Ihren Urlaub wirklich genießen wollen, dann habe ich hier fünf Tipps für einen friedlichen Urlaub für Sie.

 

 

 

 

      1. Ein friedlicher, erholsamer Urlaub startet bereits bevor es wirklich mit Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug los geht. Nämlich bei der Planung. Dabei ist es wichtig, die Bedürfnisse eines jeden Urlaubsteilnehmers zu erkunden und ernst zu nehmen. Vielleicht hat der 11jährige Junge Lust auf Baden, die Mama Lust auf Shopping bei Städteurlaub und der Vater Lust auf Kultur. Das kann nur schwer gut gehen, wenn man nicht darüber spricht. Entweder man findet ein Urlaubsziel, an dem alles möglich ist (zum Beispiel Barcelona: Städtetrip, Strand und Kultur in einem). Oder aber es braucht einen Kompromiss. Zum Beispiel eine Woche Freibad zu Hause und dann eine Woche Urlaub mit Elternprogramm, aber in einem Hotel mit Kinderbetreuung.

 

2    2. Das Kofferpacken ist ebenso eine Herausforderung, von der viel abhängig. Am besten machen Sie sich vorher eine Liste, was mit muss. Dann wird kontrolliert: ist wirklich alles eingepackt, was gebraucht wird? Sonst heißt es gerne „Du hast doch gesagt du hast xy eingepackt!“ und der Streit ist perfekt. Gerade wenn man mit Kindern in den Urlaub fährt, braucht es Beschäftigung: Buch, Spiele, Fußball, Luftmatratze an Bord? Und für kleinere Kinder ganz wichtig: damit es keine Tränen gibt das Kuscheltier nicht vergessen.

 

3    3. Der Weg in den Urlaub: egal ob per Auto, Bus, Bahn oder Flugzeug, es gibt immer Wartezeiten. Alle sind genervt. "Wann sind wir endlich da?“ Der Rücken schmerzt vom vielen Sitzen. Da passiert es schon einmal, dass man sich anblafft. Bevor spontan ein Wort aus dem Mund kommt, das später nur Ärger macht, atmen Sie doch einmal tief ein und wieder aus. Lächeln Sie, egal wie grotesk das erscheint. Denken Sie kurz über Ihren Kommentar, Ihre Aussage oder was auch immer Sie sagen wollten, nach. Und dann lassen Sie es erst aus dem Mund: das erspart schlechte Laune. Schnell findet man nämlich für sich heraus, dass man nur pampig antwortet, weil man selbst genervt ist. Atmen und lächeln Sie sich entspannt. Sie sind nämlich auf dem Weg in den Urlaub.

 

      4. Nehmen Sie sich Zeit. Immer wieder passiert es, dass im Urlaub dieselbe oder sogar noch mehr Hektik herrscht als im Alltag. Schnell noch zum Frühstück, dann ab zum Strand, schnell geduscht, denn es wartet schon die Abendveranstaltung. Und dann ab ins Bett, morgen müssen wir früh raus, da müssen wir das Boot erwischen nach Venedig um vor den Besucherscharen an der Sehenswürdigkeit zu stehen. Hallo? Urlaub. Ausspannen. Runterkommen. Weit weg vom Alltag. Drei Gänge runterschalten. Sagen Sie Stress und Hetze im Urlaub den Kampf an. Machen Sie es bewusst anders. Ein Urlaub ist nicht dann toll, wenn er von morgens bis abends mit Erlebnissen vollgepfropft ist. Sondern er ist dann gut, wenn sich alle wohlfühlen, wenn es allen gut geht, wenn man gemeinsam eine schöne Zeit verbringt. Ich denke da immer an diese Japaner-Touren: Europa in einer Woche. Mit der Kamera an den Augen hinein in den Stephansdom und genauso wieder hinaus. Purer Wahnsinn. Muße heißt das Stichwort

 

      5. Konflikte entstehen oft dadurch, dass man plötzlich 24 Stunden zusammen verbringt, was man zu Hause eben nicht tut. Es gibt keine Rückzugsräume. Deshalb empfehle ich, durchaus mal eine Stunde „Auszeit für sich selbst“ zu nehmen. Eine Massage genießen während der Rest der Familie unterwegs ist. Mit dem Bus zum Shoppen fahren während der Partner am Strand liegt und liest. Oder morgens früh raus und am Strand joggen während der Partner endlich einmal ausschlafen kann. Niemand sagt, dass man ständig aneinander kleben muss. Wenn jeder etwas für sich tut, dann hat man sich gleich wieder etwas zu erzählen.

 

 

Diese fünf Tipps basieren eigentlich auf folgenden, in der Theorie einfachen, in der Praxis oft schwer umzusetzenden Dingen:

 

1.      Reden, reden, reden

2.      Achtsamkeit (sich selbst und den anderen Familienmitgliedern gegenüger)

3.      Sozial kompetenter Umgang mit eigenen Gefühlen

 

All das bedarf einiger Arbeit an sich selbst, Lernen und Übung. Die Belohnung ist dann aber ein wunderbar entspannter Urlaub.

 

Ich wünsche Ihnen nun genussvolle Wohlfühltage, viel Freude und Erfolg dabei, die Tipps umzusetzen,

 

Ihre Julia Georgi

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15 sichere Anzeichen für Hypnose

15 sichere Anzeichen für Hypnose

 

„Ich glaube nicht, dass ich richtig weg war. Ich habe ja alles mitbekommen. Ist das schon richtig so?“

 

So oder so ähnlich äußern sich einige meiner Patienten nach der Hypnose. Die Frage ist: was ist Hypnose eigentlich und woran merkt man, ob man in Hypnose ist? In diesem Artikel schildere ich 15 leicht beobachtbare Anzeichen dafür, ob Sie wirklich in Hypnose sind.

 

Zunächst möchte ich noch einmal grundsätzlich klären, was Hypnose ist. Hypnose ist ein Zustand sehr fokussierter Aufmerksamkeit, ein möglicher Bewusstseinszustand, anders als Wach-sein und anders als Schlafen. Hypnose ist ein aktiver geistiger Zustand, während aber der Körper relativ entspannt ist und sich erholen kann.

 

Ob man wirklich in Hypnose ist, kann man einerseits an körperlichen Faktoren, andererseits an geistigen Faktoren erkennen. Hier ist eine Liste der 15 deutlichsten Hypnose-Anzeichen:

 

 

1. In Trance vertieft sich die Atmung. Sie wird regelmäßiger und ruhiger. Dadurch wird auch der Puls niedriger.

 

2. Die Gesichtszüge entspannen sich, möglicherweise sinkt auch der Kopf entspannt weiter nach hinten Richtung Stuhllehne oder nach vorne.

 

3. Wenn man sich entspannt, gibt auch häufig der Magen-Darm-Bereich das eine oder andere blubbernde oder brodelnde Geräusch von sich.

 

4. Es kann vorkommen, dass die Augenlider „flattern“.

 

5. Manchmal bilden sich an Hals und Dekolleté rote Flecken, die sogenannten „Trance-Flecken“.

 

6. Es kann zu besonderen Körperempfindungen kommen (Wärme, Schwere, Kribbeln, einen Teil des Körpers gar nicht spüren)

 

7. Man reagiert insgesamt langsamer, verzögert. Auch Bewegungen sind langsamer und ungelenker.

 

8. Wenn man als Patient spricht, dann fällt es häufig gar nicht so leicht, anzufangen. Die Sprache ist leise, häufig etwas verlangsamt.

 

9. Die zeitliche Orientierung verschwimmt, es gibt den sogenannten „Time Shift“, das heißt, häufig können Patienten hinterher nicht einschätzen, ob sie nun 15 oder 45 Minuten in Hypnose waren.

 

10. In Trance fällt es einem deutlich leichter, sich Dinge vorzustellen, bildlich/metaphorisch zu denken.

 

11. Es fällt zudem leichter, alle fünf Sinnesbereiche (Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten) in die eigene Vorstellung miteinzubeziehen.

 

12. Es treten Hypnosephänomene wie etwa unwillkürliche Bewegungen oder Katalepsie (Starr- werden z.B. des Armes) auf.

 

13. Es gilt die „Trancelogik“, das heißt unser Gehirn funktioniert in Hypnose flexibler und kann auch zunächst widersprüchliche oder unlogische Informationen verarbeiten.

 

14. Man ist in Hypnose suggestibel, allerdings nur im Rahmen seiner eigenen gültigen Wert- und Moralvorstellungen.

 

15. Es ist möglich, dass man sich in Hypnose an längst vergangene Dinge erinnert, die aber noch im Unterbewusstsein gespeichert sind.

 

 

 

Nicht jeder, der in Hypnose ist, weist alle 15 Anzeichen auf einmal auf. Aber ein Auftreten mehrerer der oben genannten Faktoren legt nahe, dass es sich um einen Trance-Zustand handelt.

 

Wichtig zu wissen ist auch noch, dass Hypnose ein ganz natürlicher und dem Körper beziehungsweise Geist auch bekannter Zustand ist.

 

Denken Sie doch an ganz typische Alltagssituationen wie etwa: sie sind völlig vertieft in eine Aufgabe, total konzentriert und bekommen überhaupt nicht mit, dass bereits zwei Stunden vergangen sind und Sie einen Friseur-Termin verpasst haben. Auch da wirkt ein hypnoseähnlicher Zustand. Allerdings mit dem Unterschied, dass er nicht willentlich und nicht zu einem bestimmten Zweck erzeugt wurde.

 

Ich hoffe Sie konnten sich ein Bild davon machen, wie Hypnose ist und wie Trance sich anfühlt. Ich würde mich freuen, wenn Sie Lust bekommen haben, es auch einmal zu erleben, denn: ich kann sagen Hypnose ist eine der aufregendsten Zustände, die ich je in meinem Leben erlebt habe und macht Lernen, inneres Wachstum und die Aktivierung von Selbstheilungskräften sowie verschiedensten Ressourcen möglich.

 

Für manche Patienten, zum Beispiel im Rahmen einer Burn-out-Erkrankung, bei Angststörungen oder chronischen Schmerzen ist der Zustand der Hypnose an sich ohne weitere Intervention, schon heilsam.

 

Ich begreife die Möglichkeiten, die sich in Hypnose bieten, als großes Geschenk und würde diese auch gerne für Sie nutzbar machen.

 

Viel Freude und Erfolg in Ihrer Woche,

 

Ihre Julia Georgi

 

Bild: Jacob Townsend über www.unsplash.com

 

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Chronischer Schmerz - Volkskrankheit Nummer 1

 

Chronischer Schmerz betrifft 15 Millionen Menschen. Viele davon bleiben unbehandelt. 

 

Chronische Schmerzen unterscheiden sich ganz wesentlich von akutem Schmerz. Bei akutem Schmerz (Bänderriss, Arm gebrochen, Brandblase, etc.) ist meist eine sehr umschriebene Körperstelle betroffen. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und die Heilungschancen meist gut. Schmerzmittel wirken ausreichend. Man ist für eine gewisse Zeit eingeschränkt, nimmt den Schmerz aber nicht als übermäßig bedrohlich für sich wahr.

 

Chronische Schmerzen sind da jedoch ein völlig anderes Kaliber. Man hat das Gefühl, der Schmerz hat einen fest im Griff. Meist haben die Patienten schon viel ausprobiert, aber nichts hilft ausreichend. Dass der Schmerz komplett verschwindet rückt meist in unendliche Ferne. Die Beschwerden ziehen sich durch alle Lebensbereiche. Sie nehmen Einfluss auf die Beziehung, die sozialen Kontakte, die Arbeit. Manchmal sind sie sogar existenzbedrohend.

 

Viele Behandlungskonzepte sind nach wie vor auf den Körper ausgerichtet. Streng nach dem Motto: der Körper tut weh, also muss ich etwas für den Körper tun. Dies ist jedoch schon lange überholt. Man weiß mittlerweile, dass eine Kombination von verschiedenen Maßnahmen und eine Betrachtung der Schmerzen nach dem biopsychosozialen Modell am besten in der Lage ist, chronischen Schmerzpatienten dauerhaft weiterzuhelfen. Biopsychosoziales Modell heißt, dass ich mich um Körper, Stimmung und das soziale Umfeld kümmern muss. Und dazu braucht es ärztliche, physio- und sporttherapeutische sowie psychologische Hilfe.

 

Hypnose kann darin im Übrigen eine große Rolle spielen um den Alltag zu erleichtern. Ich setze vor allem darauf, den Patienten Selbsthypnose beizubringen, damit sie immer wieder in der Lage sind, Schmerzen zu erleichtern, zu verschieben, die Qualität der Beschwerden zu verändern oder sogar Anästhesie zu erzeugen. Zudem bringe ich meinen Patienten bei, wie sie Hypnose als Entspannungsmethode einsetzen können, um den Kreislauf aus Schmerz - muskulärer Anspannung - noch mehr Schmerz effektiv zu durchbrechen. Auch für die Grübler gibt es gute Methoden. Nachdem bei Schmerzpatienten häufig der Schlaf gestört ist, biete ich auch dafür Unterstützung an. 

 

Anfang Juni habe ich erst wieder einen Vortrag mitgestaltet.  Sehen Sie sich hier den Presseartikel zu dem Vortrag "Alternative Behandlungsmethoden bei chronischem Schmerz" an. 

 

Vielleicht ist mir - weil ich in meiner festangestellten Tätigkeit in der klinischen Schmerztherapie täglich damit zu tun habe- auch nicht so sehr aufgefallen, wie groß der Bedarf an Information zu dem Thema außerhalb der Klinik ist. Gerade habe ich das aber erkannt und versuche, Abhilfe zu schaffen.

 

 

 

Ich bin gerade dabei, einen umfassenden Online-Kurs für chronische Schmerzpatienten zu erstellen. Dazu brauche ich Sie!

  • Gibt es Fragen in Bezug auf Schmerz, die ich in so einem Kurs unbedingt klären sollte?
  • Gibt es bestimmte Behandlungsmethoden die Sie besonders interessieren?
  • Was ist die größte Herausforderung in Bezug auf chronischen Schmerz?
  • Wobei würden Sie am meisten Hilfe/Anleitung brauchen?
  • Welches Medium wäre für Sie für so einen Online-Kurs am angenehmsten: Videos/Audiodateien/Powerpoint-Präsentationen/Pdf-Skripte…?

 

 

 

 

Ich freue mich über ganz viele Antworten unter die-hypnose-praxis@web.de, damit ich den Kurs wirklich bedarfsgerecht aufbauen kann.

 

Viel Freude und Erfolg weiterhin und hoffentlich lesen wir uns bald wieder,

 

Ihre Julia Georgi

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Hypnose und Klang - dem Körper und der Seele etwas Gutes tun

Das, was Sie im Bild sehen, ist eine Klangschale. Klangschalen stammen ursprünglich aus dem Bereich Nepal und Tibet. Sie wurden von einigen wenigen Vorreitern nach Europa gebracht, darunter Peter Hess. Angewandt werden sie heute vom Kindergarten über das Altenheim bis zur Reha-Klinik.

 

Zwei Möglichkeiten, sie anzuwenden, stehen dabei im Vordergrund. Zunächst gibt es da die Klangmeditation. Dabei hören Sie die obertonreichen Töne der Klangschalen und lassen sich davon in die Entspannung tragen. Und dann gibt es da noch eine Steigerung – nämlich die Klangmassage. Dabei werden die Schalen auf den bekleideten Körper aufgestellt. Somit hört man die Klänge nicht nur, sondern man kann auch die wohltuende Vibration der Schalen spüren, die sich über den ganzen Körper auszubreiten beginnt.

 

Was hat nun die Klangschale mit Hypnose zu tun? Aus meiner Arbeit in der Praxis kann ich sagen: die Arbeit mit Klang erzeugt auch eine Art von Trancezustand. Ein entspanntes Ganz-weit-weg-sein. Ein gelassenes Nichts-aus-dem-Alltag-ist-gerade-wichtig. Ein Rundum-Wohlfühl-Gefühl. Eine Patientin benannte es einmal als „in Watte gepackt völlig frei und glücklich schweben“. Jeder empfindet es anders. Die einen sehen Bilder, die anderen Farben, bei den nächsten werden Arme und Beine warm oder kribbelig. Alles Phänomene, die wir auch aus der Hypnose kennen. Phantasiereiche, teils unrealistische innere Bilder. Bestimmte Körpergefühle. Entspannungszeichen.

 

Wofür ist so ein Zustand nun gut? Er ermöglicht einerseits tiefe Ruhe, Entspannung, Erholung. Und er macht den Körper bereit, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Nach einer solchen Klangmassage sind wir im wahrsten Sinne des Wortes „in Einklang“ mit uns selbst, fühlen uns wohlig in unserem Körper, leichter. Das ist gerade für Schmerzpatienten eine ganz wichtige Erfahrung.

 

Für wen ist also eine solche Klangerfahrung das Richtige? Ich empfehle eine Klangmassage vor allem bei Stress, bei Burnout, bei Menschen, die sich mit anderen, klassischen Entspannungsmethoden eher schwer tun. Ich kann auch bei Schmerzen, Verspannungen, Ängsten Klang auf das Wärmste empfehlen. Und ich empfehle immer dann Klang, wenn man sich selbst und seinem Körper einfach einmal so in ganzheitlichem Sinne etwas Gutes tun möchte.

 

 

Als Peter-Hess-Klangmassagepraktikerin ® stehe ich Ihnen jederzeit für Ihre individuelle Klangerfahrung in Bad Griesbach zur Verfügung. Auch Gutscheine für Ihre Lieben gibt es bei mir zu erwerben. Kontaktieren Sie mich gerne unter die-hypnose-praxis@web.de oder unter 0170-53 70 889. Ich helfe Ihnen gerne weiter und beantworte Ihre Fragen. 

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Schokoladenosterhase trifft Osterfrühstück - ein Hoch auf Traditionen

Ostern naht, ein Hoch auf Osterbräuche, Traditionen und Rituale
Annie Spratt über unsplash.com

 

Vielleicht ist es ein wenig altmodisch. Aber ich oute mich. Ich liebe Traditionen wie etwa alle Bräuche rund um Ostern. Traditionen gehören für mich zum Familienleben, zum Sich-zu-Hause-fühlen und zum Jahreskreis fest dazu.

 

Was ich dagegen gar nicht mag, ist die Kommerzialisierung rund um solche Feste. Man könnte denken es geht nur darum, dass die Schokoladenindustrie verdient. Was ich auch gar nicht mag, ist wenn man nicht mehr weiß, warum überhaupt Feiertag ist. Was eigentlich gefeiert wird. Wo die Bräuche her kommen.

 

Ich möchte es mir zur Aufgabe machen, für ein traditionelles Osterfest zu werben. Dazu möchte ich Ihnen erzählen, was für mich alles dazu gehört – einfach so als Anregung. Und vielleicht stimmen Sie mir ja zu.

 

  1. Ostern ist für mich das Ende der Fastenzeit. Es ist das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Ein Fest des Glaubens. Ein Fest des Lebens. Und es ist auch direkt verknüpft mit dem Frühling, wo alles in der Natur wieder zu blühen beginnt, ebenfalls lebendig wird.

  2. Zu Ostern gehören für mich ganz unbedingt ein paar Vorbereitungen. Das beginnt schon eine Woche vorher mit dem Binden einer Palmgerte, die dann geweiht wird und das nächste Jahr die Wohnung ziert. Es geht weiter mit dem Schmücken und Dekorieren. Meistens bekommt ein Strauch im Garten bunte Eier als Zierde, die Tür einen Türkranz und die Wohnung ein Körbchen mit Primeln und Osterglocken. Dann ist es mir wichtig, einen Tag vorher Eier zu färben. Nicht gefärbte Eier kaufen. Selber machen. Und es wird traditionell ein Osterlamm gebacken. In meiner Familie hat das „Osterhuhn“ stattdessen Tradition. Zudem gibt es ein Bilderbuch, eine Geschichte, die ich immer gerne gelesen habe und noch bis heute gerne durchblättere. Die Häschenschule. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich.

  3. Am Ostersonntag dann, morgens, wird ein Körbchen gepackt. Darin befinden sich auf einem bestickten, extra dafür gefertigten Deckchen, das Osterhuhn, die gefärbten Eier, ein kleines Döschen Salz, Brot und Geräuchertes.

  4. Mit diesem Körbchen wird dann zum Ostergottesdienst gegangen (wahlweise Osternacht, wobei man wird älter und bequemer, so dass dieses alte, sehr schöne Ritual, das einem aber den wohlverdienten Schlaf raubt, eher wegfällt).

  5. Mit den dann geweihten Speisen wird ein Osterfrühstück veranstaltet, bei dem die ganze Familie zusammensitzt. Tradition ist dann ein Wettkampf im „Eier-Becka“. Jeder nimmt dabei ein Ei. Immer zwei Leute schlagen ihr Ei aneinander. Das Ei, dessen Schale nicht nachgibt und schön stabil bleibt, tritt gegen den nächsten Gegner an. Das kaputte Ei scheidet aus. Derjenige, der das „Eier-Becka“ gewinnt, hat besonders Glück im neuen Jahr.

  6. Im Anschluss werden die für die Kinder gefertigten Osternester versteckt, vom „Osterhasen“ natürlich. Und dann wird gesucht, meistens im Garten. Man höre und staune, ich kann mich noch an viele Ostersonntage erinnern, an denen Schnee lag und es ziemlich kalt war.

  7. In unserer Familie wird darauf Wert gelegt, dass auch die Erwachsenen ein Osternest bekommen. Es wird aber nicht mehr versteckt.

  8. Wichtig für mich: das Osternest hat keinen großen materiellen Wert. „Ostergeschenke“ waren neben dem traditionellen Schoko-Osterhasen und ein paar Eiern meist eine CD oder ein Buch. Es geht um die Geste und ums Zusammensein an diesem Tag, nicht um das große Geschenk.

  9. Meist dauert das Beisammensein dann bis in den späten Nachmittag hinein.

 

Das ist für mich Ostern. Natürlich gibt es darüber hinaus Bräuche wie das Osterfeuer, das geweihte Osterwasser, Osterritte und viel mehr. Je nach Region gibt es da natürlich auch Unterschiede.

 

 Wie auch immer Sie feiern – ich wünsche Ihnen ein schönes Osterfest.

 

Ein Hoch auf die Traditionen und viel Erfolg und Freude dabei, sie umzusetzen,

 

Ihre Julia Georgi

 

 

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Fasten leicht gemacht - wie Sie in sechs einfachen Schritten die Fastenzeit optimal für sich nutzen

Fasten leicht gemacht
Bild: Alejandra Parejo über unsplash.com

Die Fastenzeit. Einmal im Jahr wird versucht, all diejenigen Vorsätze, die man schon im neuen Jahr nicht umsetzen konnte, noch einmal hervor zu kramen. Neue Chance sozusagen. Ertappt?

 

Da wird sich vorgenommen, nicht zu rauchen, nichts Süßes zu essen, auf Alkohol zu verzichten und so weiter. Manche sind sogar so fortschrittlich außerhalb von Nahrungsmitteln zu denken und wollen probieren, von Handy oder Tablet zu fasten.

 Für mich stellt sich da die Frage: was steckt eigentlich ursprünglich hinter dem Gedanken zu fasten und wie passt das in unsere Zeit? Wie kann ich das für mich umsetzen, so dass es weder eine „Ich bin ein guter Christ“-Demonstration wird, noch als Diäthilfe missbraucht wird.

 

Nur ganz kurz: Die Fastenzeit bezieht sich ja ursprünglich auf das 40-tägige Fasten Jesu als er durch die Wüste ging (Matthäus 4,2). Fastenzeit war gedacht als Bußzeit, einige Tage auch als Trauerzeit, als Vorbereitung auf Ostern.

 

Es geht also darum, bewusst auf etwas zu verzichten. Auf etwas, das im Alltag essentiell notwendig ist oder von dem man zumindest denkt, dass man es unbedingt braucht. Allerdings geht es nicht nur darum, auf etwas zu verzichten, etwas nicht zu tun. Und schon gar nicht ist es der Sinn der Übung, 40 Tage lang durchgängig daran zu denken, wie lecker Schokolade doch ist und wie sehr man sie vermisst und wie wunderbar es schmecken wird, wenn die Fastenzeit vorbei ist.  Es geht viel mehr darum, sich zu etwas hinzuwenden, etwas Anderes stattdessen zu tun. Und damit meine ich jetzt nicht Kuchen anstelle von Schokolade zu essen.

 

Was kann also Fasten für SIE bedeuten? Ich möchte Ihnen gerne einen Vorschlag machen. Zugegeben – was ich Ihnen jetzt vorschlage ist ein ganz anderer Zugang zur Fastenzeit. Aber bestimmt lohnenswert. Stellen Sie sich doch einmal folgende Fragen:

 

  • Für welches wichtige Thema habe ich in meinem Leben zu wenig Zeit? (Beispiel: Zeit für meine Familie) 

 

  • Was hindert mich alles daran, mir Zeit für dieses wichtige Thema zu nehmen? Sammeln Sie an dieser Stelle bitte nur Dinge, die Sie auch ändern können. Es macht keinen Sinn „Schlafen“ oder „Essen“ hinzuschreiben. (Beispiel: Ich arbeite auch noch spät abends und es fällt mir schwer, mich dabei zu begrenzen)

 

  • Nehmen Sie sich, wenn Sie unter dem letzten Punkt mehrere Dinge herausgefunden haben, EINEN Punkt heraus. Und zwar den, der Ihnen am meisten veränderbar erscheint

 

  • Was könnte Ihnen dabei helfen, diesen einen Punkt zu verändern? (Beispiel: bessere Wochenplanung und Festlegung von festen Arbeitszeiten)

 

  • Sind Sie bereit, einen 40-Tage-Probelauf der Veränderung zu starten? Dann legen Sie los.

 

  • Und jetzt kommt zum Schluss noch etwas ganz Wichtiges: Wenn ich jetzt mehr Zeit für mein wichtiges Thema habe: wofür möchte ich diese nutzen (Beispiel: gemeinsames Abendessen und dann Spieleabend mit der ganzen Familie)

 

Mit all diesen Fragen möchte ich Sie jedoch nicht alleine lassen. Ich biete Ihnen etwas ganz Besonderes an. Etwas sehr Wertvolles. Ich biete Ihnen an, Sie mit Ihrem Thema völlig kostenfrei persönlich zu begleiten. Sie möchten dieses Angebot gerne annehmen? Dann gibt es Folgendes zu tun:

 

Gehen Sie auf www.facebook.de. Suchen Sie sich meine Seite @diehypnosepraxis.badgriesbach. Wem das zu kompliziert erscheint, kann einfach auf DIESEN DIREKT-LINK klicken. Drücken Sie auf „Gefällt mir“ für meine Seite. Ich poste dort regelmäßig kleine Anregungen, kommentiere und antworte garantiert persönlich auf Ihre Fragen. Starten Sie noch heute. Ich freue mich auf Sie.

 

Viel Erfolg und Freude bei Ihrer Fasten-Herausforderung,

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

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Spaß an der Freude - freuen Sie sich schon?

Freude im Leben
Austin Schmid über unsplash.com

Gerade befinden wir uns mitten in der Faschingszeit. Eine Zeit, in der viel gefeiert wird. Zeit der Kostümierungen. Zeit der Fröhlichkeit, der Ausgelassenheit. Zeit, Spaß zu haben.

 

 

Doch was ist eigentlich Spaß?

 

Spaß kommt wohl dem Wortursprung nach vom italienischen Wort „spasso“, was so viel bedeutet wie Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen. Spaß ist das, was die Römer hatten, wenn sie ihr „Brot und Spiele“ lebten, Spaß hatte Markus in dem Lied, wenn sein Maserati 210 fuhr. Ein Ausflug macht Spaß, einen Gegenstand kaufen macht Spaß, eine Geburtstagsfeier macht Spaß.

 

Was fällt Ihnen spontan ein, was Ihnen Spaß macht?

 

Jedoch ist Spaß eine sehr kurz anhaltende Angelegenheit. Spaß kommt und geht, tut uns zwar gut, hinterlässt aber in uns keine tiefen Spuren, hat keinen Bestand.

 

Ganz anders hingegen die Freude.

 

Im Duden wird Freude erklärt als „Froh- und Beglücktsein“. Freude ist viel intensiver. Freude geht tiefer, bewegt uns von innen heraus und berührt uns ganz tief drin. Freude lässt die Augen strahlen. Freude ist nicht nur Lächeln, Freude ist vor Freude schreien können. Freude ist Glück, Glückseligkeit. Freude ist wie Friedrich Schiller sagte „das Prinzip das das Leben antreibt“. Freude ist also mehr als über einen Witz zu lachen. Freude ist mehr als über eine Sendung im Fernsehen zu schmunzeln.  

 

Freude kann laut oder aber auch still sein. Freude löst ein Gefühl von Lebendigkeit, Leichtigkeit und Stärke aus. In der Freude fühlen wir uns wohl, alle unseren seelischen Bedürfnisse sind für den Moment erfüllt. Mit Freude im Herzen kann ich die Welt anders sehen und mehr genießen.

 

Und es gibt viele Spielarten der Freude. Um nur eine zu nennen: die Vorfreude.

 

Wenn ich darüber nachdenke, worüber ich Freude empfinde, fallen mir viele Dinge ein. Zum Beispiel morgens wenn ich zur Arbeit fahre einen wunderschönen Sonnenaufgang in allen Farben schimmern sehen, die Natur in morgendliches Licht getaucht. Ein Musikstück, das ich schon lange übe, so spielen können, dass es über reine Technik hinaus geht, dass ich es fühle, dass ich es bin in dem Moment, dass ich damit andere Menschen bewegen kann. Erleben, wie Patienten sich während der Therapie verändern, ganz anders die Praxis verlassen als sie gekommen sind. Mit meinem Mann übers Tanzparkett schweben, dabei Nähe, Gemeinschaft, Einssein erleben. Und es gibt noch so viel mehr….

 

Wann haben Sie sich zuletzt von Herzen gefreut?

Wer oder was lässt Sie Freude empfinden?

Wie erkennt man, dass Sie sich freuen?

Wie sieht Ihr Gesicht dabei aus?

Ihr Körper?

Was sagen Sie?

Was tun Sie?

 

 

Das Schönste an der Freude ist jedoch: sie ist alltäglich. Auch wenn sie ein starkes Gefühl ist, kann sie uns überall und immer begegnen. Am Gang, im Fahrstuhl, beim Spaziergang. Wir müssen nur unsere Augen und Herzen öffnen, unsere Sinne schärfen und die Freude in unser Leben einladen. 

 

In diesem Sinne: viel Erfolg und Freude dabei, Freude zu empfinden, auszustrahlen und auch weiterzugeben

 

Ihre Julia Georgi

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Die 5 besten Valentinstags-Geschenke – ganz sicher ohne Blumen und Pralinen

Der Valentinstag nähert sich wieder – am 14.02. ist es soweit. Von allen Seiten hört man nur „Nein, das ist doch Quatsch!“ „Das ist doch nur damit der Handel etwas verdient.“ „Ich kann auch unter dem Jahr Blumen schenken.“

 

Ein solch kategorisches Von-der-Hand-weisen liegt mir nicht. Mir geht es zunächst einmal darum, zu hinterfragen: woher kommt der Spuk eigentlich? Ist es wieder die x-te Tradition aus Amerika, die uns überflutet? Anscheinend nicht. Glaubt man Internetquellen, so geht der Valentinstag zurück auf Bischof Valentin von Rom. Er soll trotz Verbots durch den Kaiser Paare kirchlich getraut haben. Und Ihnen sogar danach noch Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Am 14.02.269 soll er auf Grund seines christlichen Glaubens geköpft worden sein.

 

Eine weitere Quelle benennt die sogenannten „Lostage“ aus dem mittelalterlichen Volksglauben als mögliche Quelle für den heutigen Valentinstag. An bestimmten Tagen bekommt man einen Hinweis auf die Zukunft – zum Beispiel: „Der erste Bursche, den ich heute sehe, wird mein Glück sein.“

 

In England gab es wohl schon ab dem 15. Jahrhundert die Tradition, am Vorabend des Valentinstages Paare auszulosen, die sich dann tags darauf gegenseitig beschenken.

 

Also man sieht: der Brauch ist wohl viel älter als man denkt. Was aber ist jetzt mit dem Vorwurf der Geldschneiderei? Bild berichtet zum Beispiel Folgendes: 2012 sind wohl zum Valentinstag 13 komplette Flugzeige voll mit 1100 Tonnen Rosen an Bord von Lufthansa Cargo nach Deutschland transportiert worden. Das sind 30 Millionen Blumen! Und natürlich freut sich die Süßwarenindustrie.

 

Und trotzdem: glaubt man einem Bild-Bericht von 2013, dann würden sich 69 Prozent von 1000 Befragten über ein Geschenk zum Valentinstag freuen, 23 Prozent wäre es egal. 20 Prozent geben sogar an, sauer auf den Partner zu sein, wenn es kein Geschenk gibt.

 

Ich sage: was ist denn schon dabei, diesen Tag zu feiern? Diese Tradition zu begehen? Ist es nicht ein wichtiges Zeichen für die Liebe, sich Aufmerksamkeit zu schenken? Und seien wir einmal ganz ehrlich: viele kriegen das unter dem Jahr einfach so nicht hin, Blumen zu kaufen. Und wenn, dann wäre das schon ziemlich verdächtig…

 

Ich sage aber auch: warum Blumen oder Pralinen? Seien Sie doch kreativ. Ich zeige Ihnen meine Top-5-Liste der Valentinstags-Geschenke

 

1.  Schreiben Sie wieder einmal – ganz altmodisch – einen Liebesbrief. Mit der Hand anstatt dem Computer. Auf schönem Briefpapier.

2.  Schenken Sie Ihrem Partner eine Massage – und dabei ist es völlig egal ob Sie das können oder nicht. Da geht es um Berührung, Wärme, Zärtlichkeit, Nähe. Massageöle gibt es bereits für kleines Geld in jedem Drogeriemarkt. Und achten Sie darauf, dass das Zimmer eine angenehme Temperatur hat – und Ihre Hände auch.

3.  Ein gemeinsames Erlebnis ist auch eine schöne Sache, die die Beziehung stärkt: warum nicht einmal gemeinsam kochen anstatt dem typischen Essen gehen? Spielen Sie mit Aromen, Chili, Vanille. Das heizt auch die Liebe an.

4.  Erstellen Sie ein Fotobuch: unsere schönsten Momente als Paar. Gemeinsam ansehen und in positiven Erinnerungen schwelgen. Oder aber – für Leute, denen das Schreiben mehr liegt – ein Paarbuch. Vorlagen dafür gibt es zum Beispiel bei amazon. Da gibt es Seiten mit „Was ich an Dir liebe“ oder „Wovon ich in der Zukunft mit dir träume“.

5.   Auch eine schöne Idee: „Schatz, Du hast einen Wunsch frei“ Das lässt die Freiheit, genau das zu sagen, was man wirklich möchte. Vielleicht kommt etwas ganz Anderes als Sie erwartet hätten. Im Nachgang kommt es dann oft zu sehr guten Gesprächen darüber, was der Partner in der Beziehung möchte, braucht, bisher vermisst, immer schon ausprobieren wollte. Das bringt Schwung in die Partnerschaft.

 

So, das waren jetzt Anregungen genug. Jetzt sind Sie am Zug.

 

Viel Freude und Erfolg dabei, IHREN Valentinstag zu gestalten,

 

 

Ihre Julia Georgi

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