Ein Weihnachtsgeschenk für Sie

Gratis Ebook mit den 24 Texten des Adventskalenders plus exklusivem Bonusmaterial

Alles hat einmal ein Ende - auch die täglichen Impulse in der Adventszeit. Nachdem mich einige Leute darauf angesprochen haben, dass es doch toll wäre noch einmal alle Texte, Zitate und Bilder am Stück zu haben, habe ich diese Idee verwirklicht.

 

Wer sich für den kostenlosen Newsletter anmeldet (nächstes Erscheinen im Januar 2017) bekommt ein gratis Ebook von mir - quasi als Weihnachtsgeschenk. Neben den 24 bekannten Texten findet sich darin exklusives Bonusmaterial.

 

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Adventskalender Türchen 24: Die Fähigkeit mit dem Herzen zu sehen - oder: riskieren Sie öfter einen zweiten Blick

Mit dem Herzen sehen - manchmal erkennt man die Wahrheit erst beim zweiten Blick

 

Lange habe ich überlegt, welches Zitat ich als Letztes in den Adventskalender einstelle. Welches Zitat am besten zu Weihnachten passt und auch den Geist von Weihnachten widerspiegelt. Ich habe eines DER berühmtesten Zitate gewählt. Aus einem DER Bücher. Ein Buch, das so häufig als Kinderbuch missverstanden wird, dessen Tragweite wir aber erst als Erwachsene, und dann oft erst durch mehrmaliges Lesen und Nachdenken darüber begreifen: Der Kleine Prinz.

 

Wenn Sie einmal ganz ehrlich zu sich selbst sind, beurteilen auch Sie Menschen und Situationen häufig auf den ersten Blick, ganz im Vorbeigehen. Sie erhaschen einen kurzen Blick und ohne weitere Informationen darüber zu haben steht das Urteil schon fest. Weil ein Mensch zerrissene Kleidung trägt ist er ein „Penner“. Weil er im Müllkorb nach weggeworfenen Flaschen sucht ist er ein Alkoholiker. Weil eine Frau einen Doppelnamen trägt ist sie eine Emanze. Weil sie in der Firma Erfolg hat, hat sie sich hochgeschlafen. Weil das Kind beim Einkaufen brüllt wie am Spieß hat die Mutter etwas falsch gemacht. Weil der Preis im Vergleich zu anderen Produkten deutlich günstiger ist, kann es ja nur Müll sein. Ach ich könnte stundenlang fortfahren, Vorurteile aus dem Alltag aufzuzählen. Alles Urteile, die gefällt werden auf Grund dessen, was unsere Augen sehen und unser Verstand dann in bekannte Kategorien einordnet.

 

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wäre es so wunderschön, wenn mehr Menschen ihre Herzen öffnen würden und dadurch auch das WESENTLICHE erkennen würden. Wenn sie sich berühren lassen würden. Wenn sie beginnen würden zu spüren. Hinzuhören. Zu hinterfragen. Großherzig zu sein. Der Mensch, der zerrissene Kleidung trägt oder der, der im Mülleimer kramt, hat vielleicht eine Geschichte, die wir kennen müssen, um uns ein Urteil über ihn zu bilden. Ich kenne eine solche Geschichte in echt: ein Mann, damals 43 Jahre alt, kam zu mir in die Praxis: erster Eindruck: ungepflegt, uralte Kleidung, riecht nach Alkohol. Irgend etwas in seinen Augen hat mich dazu bewogen, ihn herein zu bitten und zu beginnen mit ihm zu sprechen. Er berichtete über seinen dreijährigen Sohn. Er sei schon mit einem Herzfehler auf die Welt gekommen. Die erste Operation musste er als zwei Wochen alter Säugling überstehen. Immer war er kränklich, nie war klar, ob er überlebt. Die Familie investierte sehr viel Geld, mehr als sie sich leisten konnte, um die bestmögliche Behandlung für das Kind sicher zu stellen. Hohe Schulden waren ohnehin vorhanden. Kurz nach dem dritten Geburtstag verstarb sein Sohn. Die Trauer entzweite ihn und seine Frau, weil beide eine ganz unterschiedliche Art hatten zu trauern. Die Schuldenlast erdrückte ihn als Alleinverdiener. Dann kam auch noch die Nachricht, dass er durch die Schließung der Fabrik, in der er arbeitete, seinen Arbeitsplatz verlieren wird. Er lebte mittlerweile getrennt von seiner Frau. Er begann zu trinken. Nachdem er innerhalb von einem halben Jahr immer weiter abgerutscht war, beschloss er, etwas zu unternehmen. Da hatte er gerade die Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt bekommen. So kam er aus Verzweiflung zu mir. Hätten Sie das gedacht, wenn Sie ihn auf den ersten Blick beurteilt hätten?

 

Es geht mir nicht darum, dass es zu jedem Menschen eine anrührende Geschichte gibt. Es geht mir darum, dass wir üben, viel häufiger auf unser Herz zu hören, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Dass wir zuerst Informationen sammeln bevor wir beurteilen. Dass wir mit offenen Sinnen durch die Welt gehen. Dass wir aufhören, uns selbst als Nabel der Welt zu sehen. Dass wir aufhören, zu beurteilen, was normal und was unnormal ist.

 

Während meiner Arbeit im Kinderheim konnte ich erfahren, was es heißt, mit dem Herzen zu sehen. Nöte zu sehen, Ängste zu erkennen, Bedarf zu erleben. Und das obwohl und gerade weil ein Kind schreit, um sich tritt, mit den schlimmsten Schimpfwörtern um sich wirft. Ich konnte erkennen, wie hilfreich es oft ist, Zeit zu schenken. Wie nötig es ist, Vertrauen herzustellen. Wie dringend eine Gutenachtgeschichte gebraucht werden kann. Welch Strahlen es erzeugen kann, ein Kind zu loben. Welch unglaubliche Wirkung Kleinigkeiten doch oft haben, wenn sie von Herzen kommen und auch im Herzen des Anderen ankommen.

 

Seien Sie großzügig, lassen Sie sich berühren von Menschen und deren Geschichte, nicht nur in der Weihnachtszeit.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien von Herzen frohe Weihnachten. Wenn Sie morgen an dieser Stelle noch einmal hereinschauen, gibt es noch eine kleine Überraschung als Zugabe.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, mit dem Herzen zu sehen,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 23: Ein Hoch auf die Selbstliebe oder warum Sie sich täglich ein Lächeln schulden

Sich selber liebevoll betrachten, Selbstliebe ist das Stichwort

 

Der Wecker klingelt. Rausquälen aus dem Bett. Ab ins Bad. Was ich im Spiegel sehe hat Augenringe, erste Falten, die Haare haben sich noch nicht entschieden in welche Richtung sie vom Kopf abstehen wollen. Als Frau ist man da schnell geneigt, eine Sammlung an negativen Attributen anzulegen, wenn man schon mal dabei ist: Cellulite, zu viel Speck am Bauch usw. Als Mann checkt man wahrscheinlich auch den Haarstatus und die Muskeln.

 

Ich möchte Sie heute dazu ermutigen, sich liebevoll zu betrachten. Wenn Sie in den Spiegel sehen, dann sehen Sie ein Gesamtkunstwerk. Ein Wunder quasi. Ein Sammelalbum aus Lebenserfahrungen. Sie sehen den Menschen, der Sie niemals im Stich lässt. Den Menschen, der am allerlängsten an Ihrer Seite steht. Den Menschen, der mit Kraft und innerer Stärke schon viel im Leben gemeistert hat. Den Menschen, der Krisen überstanden hat, Krankheiten, Trennungen, Jobwechsel, Misserfolge überlebt hat. Den Menschen, der liebt und lebt, der einfach ist. Sie sehen einen Menschen, der Liebe und liebevolle Betrachtung, liebevolle Behandlung verdient hat. Jedem anderen Menschen, der für Sie da ist und Ihnen zur Seite steht, mit Körper, Seele und Geist, würden Sie Zuneigung, Freundschaft, Liebe entgegenbringen, stimmt´s ? Warum tun Sie es bei sich selbst nicht ebenso?

 

 

 

Viele sind groß geworden mit dem Satz „Eigenlob stinkt“ und bringen Selbstliebe im Höchstfall mit Masturbation in Verbindung. Viele haben nicht gelernt in den Spiegel zu sehen und sich zu mögen, sich nicht nur „geht so“ zu finden, sondern gut.

 

 

 

Wie wäre es, wenn Sie morgens aufstehen und in den Spiegel schauen. Die erste Aktion des Tages ist: sich ein Lächeln zu schenken. Ein breites Grinsen, von Ohr zu Ohr. Sich tief in die Augen zu sehen und zu sagen: „Ich mag mich“. Ein Sprichwort sagt: „Alle was man mit Liebe betrachtet ist schön.“ Und das geschieht auch, wenn ich mich „mögend“ im Spiegel ansehe.

 

Die größte Liebe im Leben bin ich selbst. Ich bin es wert, mir etwas Gutes zu tun. Ich bin es wert, auf meine Bedürfnisse zu achten. Ich bin ich und das ist gut so. Diese Einstellung erst macht es mir möglich, von ganzem Herzen meinen Partner zu lieben, meine Kinder,…

 

Die gute Nachricht: jeder von uns kann lernen, sich zu lieben. Wenn Sie jeden Morgen diese Spiegelübung durchführen, haben Sie schon einen guten Schritt in die richtige Richtung getan. Sie tun nichts Anderes als sich die Macht der Worte und des Unterbewusstseins zunutze zu machen.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, sich anzulächeln,

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 22: Was uns Obelix über Hektik beibringen kann - oder warum Stoppen sinnvoller ist als Hetzen

Stoppen statt hetzen - sich beeilen bringt nichts

 

Es eilt. Ich komme zu spät. Oh Mist, ich habe meinen Termin beim Zahnarzt vergessen. Das schaffe ich jetzt nicht mehr. Oh nein, Arbeitsmappe zu Hause liegen gelassen. Die brauche ich aber dringend, also noch einmal schnell zurück fahren. Sch…., geblitzt, 15 Sachen zu viel auf dem Tacho. Jetzt kann es nur noch besser werden.

 

Wir eilen, hetzen und rennen durchs Leben. Dabei sind wir unkonzentriert, machen Fehler, vergessen viel. Wer sich ständig nur beeilt, braucht häufig durch diese Leichtsinnsfehler mehr Zeit, als wenn er langsam machen würde, Schritt für Schritt, eins nach dem anderen.

 

Wer ständig im Stress lebt, dessen Körper läuft auf Hochtouren. Der Kortisolspiegel befindet sich schon in unendlichen Höhen. Das Herz kommt mit dem Pumpen kaum hinterher. Schlechte Sauerstoffversorgung durch Kurzatmigkeit. Das Hirn kann sich den normalen Alltagsanforderungen wie etwa Gedächtnis mehr schlecht als recht widmen, weil es im Notfallmodus läuft. Nachdem man in der Hektik auch Essen und Trinken vergessen hat, fällt auch die Nährstoffversorgung im Körper flach. Eigentlich eine Meisterleistung unseres Körpers, dass er trotzdem funktioniert.

 

Den Kindern in meiner ADHS-Kinder-Gruppe habe ich im Falle von unkontrolliertem Schnell-Schnell immer den „Stop-Obelix“ gezeigt. Das ist ein Bild von Obelix, dem dicken Comic-Helden, der als Kind in den Zaubertrank gefallen ist, mit einem großen Stop-Schild in der Hand. Er soll den Kindern sagen: Stop. Mach kurz Pause. Überleg erst einmal in Ruhe bevor du etwas tust. Sammel dich. Konzentrier dich. Mach dir klar, was als Nächstes kommt. Und dann geht’s in aller Ruhe los.

 

Das sollten wir als Erwachsene auch öfter tun. Vielleicht definieren sie ja ein Stop-Symbol für sich selbst: immer wenn Sie auf Ihre Uhr sehen – Stop. Immer wenn Sie die Türklinke Ihrer Wohnungstür drücken – Stop. Immer wenn Ihr Computer hochfährt – Stop. Sie finden bestimmt etwas für Sie ganz persönlich Passendes.

 

Wenn Sie Ihr Stop-Zeichen nutzen, dann nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge, schließen vielleicht ganz kurz die Augen. Konzentrieren. Zentrieren. Feststellen, was der nächste Schritt ist. Ein Lächeln aufsetzen, weil damit geht alles leichter. Und dann: ab durch die Mitte, erledigen Sie, was zu erledigen ist.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, zu stoppen anstatt zu hetzen

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 21: Träume, Ziele, Wagnisse - oder: was will ich noch alles tun, bevor ich den Löffel abgebe

Träume, Ziele und Wagnisse - Was wollte ich schon immer tun?

 

Wovon träume ich? Was wollte ich schon immer tun? Was möchte ich in meinem Leben wagen?

 

Vielleicht kennen Sie den Film „Das Beste kommt zum Schluss“ mit Morgan Freeman und Jack Nicholson? Morgan Freeman spielt einen sehr gebildeten Automechaniker, dessen Traum es immer war, Geschichtsprofessor zu werden. Jack Nicholson spielt einen weißen Millionär, dem auch ein Krankenhaus gehört. Das Krankenhaus, in dem beide liegen, denn beide sind an Krebs erkrankt. Sie beginnen, eine Liste zu erstellen. Diese Liste nennen sie „Löffelliste“ – alle Dinge, die man noch tun möchte, bevor man den „Löffel abgibt“.  Darauf stehen Dinge, die sie schon immer tun wollten. Träume, die sie sich erfüllen wollen. Darunter ein Fallschirmsprung, ein besonderes Auto fahren oder die Pyramiden sehen. Aber auch Dinge wie jemand Fremdem etwas Gutes tun, lachen, bis man weint oder sich mit seiner Tochter versöhnen. Die Beiden beginnen einfach damit, die Liste Stück für Stück abzuarbeiten. Der Film endet auf den ersten Blick dramatisch, denn beide sterben. Jedoch auf den zweiten Blick hat die Tragikomödie eine wunderbare Botschaft für uns: tu das, was du liebst. Setze um, wovon du träumst. Glaube daran, dass man alles schaffen kann, wenn man nur wagt, es zu beginnen. Und natürlich: Familie, Zusammenhalt und Freundschaft geht über alles.

 

Keiner von uns weiß, wie lange er noch Zeit hat zu leben. Und gerade deswegen ist es so wichtig, jeden Tag zu nutzen. Nicht erst mit dem Leben zu beginnen, wenn die todbringende Diagnose überbracht wird. Jetzt beginnen. Zum Beispiel mit einer Liste. Schreiben Sie einmal all die Dinge auf, die sie in ihrem Leben unbedingt noch tun wollen, was Ihnen wichtig ist, wovon Sie träumen. Dabei ist noch völlig unwichtig, wie realistisch das Ganze ist oder ob Sie schon wissen, wie Ihr Traum Realität werden könnte. Der Film zeigt uns, dass sich manche Dinge auch einfach ergeben, beim Tun. Trauen Sie sich, alles drauf zu schreiben, egal wie lächerlich es vielleicht zunächst klingt.

 

Bestimmt gibt es auf Ihrer Liste einen kleinen Punkt, der schon morgen umgesetzt werden könnte. Und damit starten Sie. Nehmen Sie die Liste immer wieder zur Hand, prüfen Sie sie und beginnen Sie damit, Punkt für Punkt anzugehen.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, Ihre Träume und Wünsche zu leben

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 20: Vom Mut neue Türen zu öffnen und warum Sie dankbar sein sollten, wenn sich ein Zonk dahinter versteckt

Manchmal braucht es einen Abschied um neu beginnen zu können

 

Abschied – schon allein das Wort klingt unangenehm. Es klingt nach Traurigkeit, Verlust, Loslassen, es klingt nach Tränen, nach unbequem. Es klingt nach etwas aufgeben, ins Unbekannte vorwagen müssen. Und egal wie es klingt – es ist Realität. Abschied gehört zu unserem Leben. Und damit meine ich nicht nur die großen Abschiede wie etwa den Tod eines geliebten Menschen. Damit meine ich auch andere Abschiede wie etwa den Wechsel vom Schul- zum Arbeitsleben. Den Abschied aus dem wilden, ungebundenen Single-Leben wenn man eine Beziehung eingeht. Den Abschied aus der Zweisamkeit wenn ein Baby ins Leben tritt. Oder auch solche Dinge wie den Abschied von einer Lieblings-Sonntags-Couch-Gammel-Hose, wenn die vielen Löcher nicht mehr geflickt werden können.

 

Abschied ist immer auch ein Neubeginn. Ich schließe eine Tür hinter mir. An dieser Stelle ist es im Übrigen völlig in Ordnung erst einmal ein wenig zu rasten. Einen Stopp einzulegen. Betrauern was es zu betrauern gibt. Und nun habe ich die Chance, etwas völlig Neues zu tun. Ihre Chance liegt darin, nicht darauf zu warten, was das Leben einem vor die Tür stellt, sondern ganz aktiv selbst entscheiden. Welche Tür will ich öffnen? Welchen Weg will ich gehen? Und wenn Sie sich entschieden haben, dann tun Sie das mit Leidenschaft, mit Elan, mit Begeisterung, mit ganzem Herzen. Wetten, dass auf der anderen Seite der Tür das Leben Sie umarmt? Und falls hinter der Tür wirklich einmal der berühmte Zonk auf Sie wartet, dann danken Sie ihm. Klingt komisch? Ich möchte ich Ihnen dazu einen Satz sagen, der mir vor einigen Jahren von einem Ausbilder ans Herz gelegt wurde: „Wenn Du auf einen Idioten triffst, dann danke ihm, dass es ihn gibt und frag Dich, was Du durch ihn lernen darfst.“ Wenn man etwas darüber nachdenkt kommt man schnell auf solche Dinge wie Geduld, Selbstbeherrschung, Vergebung oder auch Wut herauslassen können und: na ja, Sie finden in der Situation bestimmt etwas.

 

Beginnen Sie auch damit, bewusst Türen zu schließen. Gerade die Adventszeit ist dazu eine gute Zeit, Bilanz zu ziehen. Dinge hinter sich lassen, die nicht mehr gebraucht werden, die Ihnen hinderlich sind, die nicht zu einem erfüllten Leben beitragen. Seien Sie mutig und freuen Sie sich darauf, neu zu starten.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, neue Türen zu betreten,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 19: 15 Minuten Zeit für mich oder - wie ich meine Zeit sinnvoll nutze

Zeit sinnvoll nutzen

 

Häufig, wenn ich mal selber wieder am Hetzen und Rennen bin, denke ich an das weiße Kaninchen von Alice im Wunderland, das mit seiner Uhr in der Hand dort stand und immer „keine Zeit, keine Zeit“ rief.

 

Und tatsächlich geht es uns doch so: Arbeit, Partnerschaft, Kinder, Hobby, Freunde treffen. Wo bleibt da noch Zeit?

 

Wenn wir nun aber einmal brandehrlich zu uns sind: wieviel Zeit verbringen wir mit Handy, Internet, Fernsehen und Co? Wieviel Zeit hätten wir quasi zur Verfügung um sie anderweitig zu nutzen? Wer kann von sich sagen, dass er nicht 15 Minuten täglich übrig hätte, um seinem Körper etwas Gutes zu tun, ein paar Übungen einzuflechten, um ein wenig Bewegung in den Alltag zu bringen? Wer kann von sich sagen, dass er nicht 15 Minuten täglich übrig hätte, um ein paar Entspannungsübungen zu machen, um Stress abzubauen? Wer kann von sich sagen, dass er nicht 15 Minuten täglich übrig hätte, um seinem Kind abends eine Gutenachtgeschichte vorzulesen? Wer kann von sich sagen, dass er nicht 15 Minuten täglich übrig hätte um mit seinem Partner/seiner Partnerin ein Gespräch zu führen, ohne dass nebenbei der Fernseher läuft?

 

Wofür möchten Sie sich 15 Minuten Zeit nehmen, gleich hier und heute?

 

Viel Erfolg und Freude dabei, Ihre Zeit zu nutzen,

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 18: Drei Tipps wie Sie den inneren Schweinehund bändigen

Drei Tipps wie Sie den inneren Schweinehund bändigen

 

In meiner Praxis begegnen mir jeden Tag verschiedenste Menschen mit allerlei Problemen. Eines hat der Großteil dieser Menschen gemeinsam: sie wollen sich verändern. Sie wollen Nichtraucher werden, sie wollen endlich ohne Angst das Haus verlassen, sie wollen gute Mamas und Papas sein, sie wollen mit Stress besser umgehen lernen und so weiter. Viele setzen sich sehr genau mit den Ursachen und Hintergründen auseinander, machen sich viele Gedanken. Viele entwickeln ein Ziel, wie genau es dann sein soll, wenn sie sich erfolgreich verändert haben. Viele machen Pläne, wie sie zum Ziel kommen. Und dann, ja dann gerät etwas ins Stocken: die Veränderung bleibt im Kopf stecken, sie handeln nicht, tun nichts, setzen ihre Pläne nicht um.

 

Zuerst werden Ausreden gefunden: keine Zeit gehabt, schlechten Tag gehabt, noch Fragen gehabt, Ängste gehabt, Andere sind schuld….Dann beim nächsten Mal kommt er auf die Tagesordnung. Der, der angeblich Schuld daran ist, dass man nichts tut: der innere Schweinehund. Ein haariger Zeitgenosse. Bei den meisten mindestens so groß wie man selbst und doppelt so dick. Ein bequemes Faultier. Er sorgt dafür, dass die Couch und das Bett zum bequemsten Tummelplatz auf Erden werden. Er sorgt dafür, dass die ganzen schönen Vorsätze Vorsätze bleiben und irgendwo ganz hinten an einem anscheinend ziemlich geheimen Ort im Gehirn verschwinden.

 

Wie schafft man es nun, das haarige Hundetier zu bändigen? Drei Tipps für Anfänger finden Sie hier:

 

1.      Setzen Sie sich Termine. Vereinbarungen mit sich selbst quasi. Und halten Sie diese ohne Wenn und Aber zuverlässig ein.

 

2.      Machen Sie aus Terminen feste Rituale (immer mittwochs, immer vor dem Einschlafen etc.)

 

3.      Holen Sie sich Unterstützung. Alleine hat man immer tausend Ausreden, zusammen geht es häufig leichter, sich zu motivieren. Manchmal ist es eine beste Freundin, manchmal der Volkshochschulkurs, manchmal die Selbsthilfegruppe. Suchen Sie sich das für Sie Passende.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, ins Handeln zu kommen

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 17: Warum Handys schlimmer sind als Zuckerrohr - oder: welcher Sklave bist Du?

Moderne Abhängigkeiten Handy&Co

 

Jeder kennt Filme, Bücher, Bilder über Sklaven, die auf Baumwollfeldern oder Zuckerrohrplantagen arbeiten. Hart, unerbittlich, unter schlimmsten Umständen. Keine freien Entscheidungen möglich. Komplett abhängig, ausgeliefert.

 

Wir sind heute auf den ersten Blick in einer besseren Lage. Frei. Dach über dem Kopf. Bestens versorgt. Können gehen wohin wir wollen und tun was uns beliebt. Auf den zweiten Blick jedoch gibt es da sehr wohl Zwänge. Dinge und Umstände, die uns zum Sklaven machen.

 

Denken Sie doch nur an das Handy. Ständig erreichbar, immer ansprechbar, erst anrufen, dann denken. Das Handy hat in unsere Familien Einzug gehalten. An unseren Esstisch. In unseren Schlafzimmern. Ständig bimmelt es. Nur mal schnell schauen – oh Whatsapp. Wer schreibt mir? Und wenn es nur der x-te lustige Spruch in Folge ist. Wir sind „up-to-date“.

 

Denken Sie doch an die Arbeit. Nichts mehr mit nine-to-five. Überstunden. Leistung zählt. Oder können Sie es sich etwa leisten, nicht Karriere zu machen? Höher, schneller, weiter. Mehr Geld, damit wir sagen können: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht“.

 

Und wessen Sklave sind Sie? Machen Sie es sich einmal bewusst, was Ihr Leben bestimmt? Ist es eher das Diktat der Gesellschaft, schön, fit, jung und schlank zu sein, das sie dazu bringt, sich Botox in die Stirn jagen zu lassen? Oder doch die Modemarke, die so en vogue ist, dass man sie unbedingt haben muss? Das neue Iphone, für das man schon die kalte Nacht vor Öffnung des Ladens frierend am Boden verbringt, in einer Schlange Gleichgesinnter? Wie heißt Ihr Sklaventreiber?

 

Aber keine Sorge: Erkenntnis ist der erste Schritt zur Lösung des Problems. Und danach rate ich zu folgendem Experiment: Entzug. Ein Wochenende bleibt das Display des Laptops schwarz, die Tastatur unberührt. Oder so ähnlich. Wie es bei einem Entzug eben so ist, werden auch Sie merken, dass Ihnen etwas fehlt. Aber auch, wie viel freie Zeit Sie plötzlich haben. Freie Zeit, die sinnvoll mit Neuem, Gutem gefüllt werden kann. Wann haben Sie zum Beispiel zuletzt ein Gesellschaftsspiel gespielt? Ich habe erst neulich mit meinem Mann bis in die Puppen Rummikub gespielt und unendlich Spaß dabei gehabt. Suchen Sie etwas Sinnvolles, Kommunikatives, Positives heraus und füllen damit Ihre freie Zeit. Schlagen Sie den Sklaventreibern ein Schnippchen und entkommen Sie der Plantage.

 

 

 

Viel Erfolg und Freude dabei, auszubrechen

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 16: Die Geschichte vom Hasen "Vorsicht" und warum Leben lebensgefährlich ist

Zu viel Vorsicht verhindert Leben

 

Es war einmal ein Hase. Alle nannten ihn Vorsicht. Keiner kannte seinen echten Namen. Er lief mit den Anderen übers Feld. Beim geringsten Geräusch schrie er laut „Vorsicht!“ und ging in Deckung, aus Angst, ein Greifvogel könnte ihn packen. Und so ging das den ganzen Tag. In jeder erdenklichen Situation schallte „Vorsicht!“ aus dem Mund des Hasen. Es ging sogar so weit, dass er die schützende Höhle irgendwann gar nicht mehr verlassen wollte. Es könnte ja etwas passieren.

 

Keine Frage – Vorsicht ist wichtig. Aber zu viel davon schränkt uns ein, macht uns unglücklich. Wir leben kein lebendiges Leben mehr. Wer immer nur die Folgen des eigenen Tuns bedenkt, wird wahrscheinlich gar nicht erst anfangen, etwas zu tun. Wir sitzen fest im Planen, Grübeln, Bewerten, Abwägen. Wir machen uns Gedanken darüber, was Andere über uns denken.

 

Zu viel Vorsicht macht einsam. Wir ziehen uns zurück. Wir gehen zu keiner Veranstaltung. Ein Beispiel sehen wir ganz aktuell wenn wir uns die Terror-Anschläge ansehen. Angst verhindert, dass wir im Stadion den Fußballspielern zujubeln. Angst verhindert, dass wir uns am Weihnachtsmarkt unseren Glühwein schmecken lassen.

 

Es geht aber noch viel weiter. Die Vorsicht verhindert, dass wir ehrlich unsere Meinung sagen. Nicht dass uns hinterher jemand blöd findet. Die Vorsicht verhindert, dass wir den Arbeitsplatz finden, an dem wir glücklich sind. Nicht dass man kündigt und der neue Job nicht so viel Geld bringt. Die Vorsicht verhindert, dass wir einen neuen Partner kennenlernen. Nicht dass wir wieder betrogen werden.

 

Sie sehen schon, Vorsicht verhindert Leben. Und Leben ist nunmal lebensgefährlich, ein Risiko. Und doch ist es so wunderbar prickelnd. Voller Überraschungen. Jeden Tag neu. Und es wartet so viel Spaß und Freude auf uns. Nehmen wir sie uns!

 

 

 

Viel Erfolg und Freude beim Hinauswachsen über den Hasen „Vorsicht“

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

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Adventskalender Türchen 15: Leben Sie im Moment - eine Übung um ganz im Hier und Jetzt zu sein

Lebe im Hier und Jetzt

 

Gestern war ein schlechter Tag. Ein Kastenwagen hat mein Auto gerammt. Jetzt habe ich eine ganze Menge Ärger am Hals. Das Auto ist in der Reparatur. Ich muss mich mit Versicherung, Anwalt und Ärzten herumschlagen. Und auch letzte Woche. Da habe ich ein Geschenk für meinen Partner bestellt. Nachdem nach endloser Lieferzeit das Paket endlich da war, kam der Karton völlig zerfetzt an und der Inhalt war beschädigt. Na toll. Und vor einem Monat. Flug gebucht – Pilotenstreik. Umbuchen war für mich nicht möglich. Der Urlaub fiel ins Wasser. Und außerdem…..

 

Morgen steht ein wichtiges Gespräch mit meinem Chef an. Was ist, wenn ich ihm mein Anliegen nicht richtig erklären kann und ich mit meinem Wunsch total abblitze? Und übermorgen treffe ich mich mit einer Freundin. Irgendwie erzählt sie immer nur von sich, meldet sich immer nur dann, wenn sie ein Problem hat. Ich möchte ihr sagen, dass mir das stinkt. Aber was denkt sie dann von mir? Ob sie mich dann immer noch mag? Und in zwei Wochen hat mein Kind den ersten Kindergartentag. Das mit der Sauberkeit funktioniert aber manchmal noch nicht so. Was werden wohl die Erzieherinnen sagen, wenn einmal ein Missgeschick passiert? Werden sie mich für eine schlechte Mutter halten, weil mein Kind mit vier Jahren noch nicht trocken ist?

 

Merken Sie etwas? Wir verbringen so unglaublich viel Zeit mit dem was war und dem was sein wird. Und wir vergessen dabei, was gerade ist. Jetzt. Hier. Heute. Im Moment.

 

Eine Übung, wie ich es schaffe, im Hier und Jetzt zu sein geht so:

 

Setzen Sie sich bequem hin, kommen Sie mit ein paar ruhigen Atemzügen bei sich an und versuchen Sie einmal folgende Fragen zu beantworten.

 

1.      Wie fühlt sich mein Körper gerade an?

 

2.      Wo fühlt sich mein Körper gerade gut an?

 

3.      Welcher Gedanke beschäftigt mich gerade am meisten?

 

4.      Steckt eine Aufgabe darin?

 

5.      Welches Gefühl spüre ich gerade in mir?

 

6.      Welches Bedürfnis habe ich deswegen gerade?

 

Ein Übung, die uns ganz ins Jetzt holt. Wo es völlig unerheblich ist, wie mein Zustand vor einer Stunde war oder wie er morgen sein wird. Fortsetzen lässt sich die Übung noch damit, dass man sich fragt: Was kann ich jetzt im Moment tun, dass es mir noch besser geht?

 

Wenn Erinnerungen Sie einholen oder Sorgen und Zukunftsängste sie quälen probieren Sie doch einmal, diese Übung anzuwenden.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, ganz im Hier und Jetzt zu sein,

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

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Adventskalender Türchen 14: Was ich von einem Baum lernte - die Kunst, einzigartig zu sein

Jeder ist einzigartig

 

Jeder von uns ist ein Kunststück – etwas ganz Einzigartiges, etwas ganz Besonderes. Was jeden Einzelnen von uns zu etwas so Einzigartigem macht, sind nicht nur die individuellen Merkmale, Charaktereigenschaften und so weiter. Sondern vor allem auch die Erfahrungen und Erlebnisse, denen wir im Laufe des Lebens begegnen. Erfahrungen und Erlebnisse, die ihre Spuren hinterlassen, im wahrsten Sinne des Wortes Eindruck hinterlassen.

 

Stellen Sie sich einmal einen Baum vor. Er erlebt Stürme, Gewitter, Schnee, pralle Sonne. Ein Ast bricht ab, seine Rinde wird verletzt, der Borkenkäfer nagt an ihm. All das zeichnet ihn. All das macht ihn so einzigartig, wie er ist, unverwechselbar. Nicht perfekt, aber gerade deshalb so wunderschön.

 

Auch wir haben oft schwere Zeiten hinter uns, tragen Narben an Körper und Seele. Das Leben hat uns zu der Person gemacht, die wir sind.

 

Ich bin in Ordnung so, wie ich bin. Ich bin etwas Besonderes. Ich bin ich. – Gönnen Sie es sich, diese Sätze am Morgen liebevoll zu Ihrem Spiegelbild zu sagen und erleben Sie die wunderbare Wirkung.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, „Kunst“ zu sein

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 13: Wie Sie Mücke werden - oder 10 Tipps wie Sie es schaffen Ihre Meinung zu sagen

Wie sage ich meine Meinung

 

Was kann ich schon bewirken? Was zählt meine Meinung dabei schon? Ich kann da sowieso nichts daran ändern. – Wer so denkt, verfällt in Starre, ins Nichtstun und Warten was passiert. Wer so denkt, wartet darauf, dass Andere etwas tun oder das Schicksal zuschlägt und sich dadurch etwas ändert. Wer so denkt bleibt passiv, liefert sich aus. Gefühle, die dazu passen sind Hilflosigkeit, Frustration, Ärger. Oft kommt stummer Protest wie Krankheit dazu.

 

Egal ob in der Politik, in der Familie oder in der Arbeit gilt jedoch der Grundsatz: jede Stimme zählt. Die Mücke macht es uns vor: sie ist winzig klein im Vergleich zu uns Menschen. Aber sie ist laut und deutlich. Sie fällt dadurch auf. Man kommt nicht umhin, sie zu bemerken. Sie bringt uns ins Reagieren. Sie werden jetzt vielleicht sagen: „Schon, aber das büßt sie meist mit ihrem Leben, weil sie uns so lästig ist, dass wir sie erschlagen.“ Ja, schon. Aber das geht mit uns Menschen in unserem Kulturkreis ja dann doch nicht so leicht. Oder kennen Sie Menschen aus Ihrem Umfeld, die erschlagen wurden, weil Sie Ihre Meinung gesagt haben? (Wie gesagt, ich spreche von Deutschland, im Hier und Jetzt).

 

Wo in Ihrem Leben würde es nicht schaden, ein bisschen mehr Mücke zu sein? Die Stimme zu erheben, laut die eigene Meinung zu sagen, dafür einzustehen, was man denkt, etwas einzufordern? Wem wollten Sie schon immer zeigen, wie Sie zu einer Sache stehen? In welchem Lebensbereich ist es am meisten notwendig, sich bemerkbar zu machen?

 

Jetzt ist aber nunmal nicht jeder dazu geboren, sich hinzustellen und laut zu sagen, was er denkt. Viele brauchen dazu Hilfestellung. Hier finden Sie zehn Tipps und Kniffe, wie es leichter fällt, klar zu sagen, was man denkt/braucht/will.

 

1.      Stellen Sie sich die Situation möglichst bildlich vor, bevor es losgeht. Malen Sie sich aus, was Sie sagen wollen und wie. Und malen Sie sich aus wie Ihr Gegenüber positiv reagiert. Ihr Hirn ist somit schon optimal auf Erfolg vorbereitet.

 

2.      Legen Sie dem „Grübeldrachen“ Zügel an. Kein „Und was ist, wenn es nicht funktioniert?“ Wenn Sie Grübeln, gehen Sie zurück zu Punkt eins und üben Sie weiter.

 

3.      Atmen Sie. Und zwar gut. So, dass die Luft auch bis in den Bauch kommt und nicht schon an den Schultern stecken bleibt. Eine ganz einfache Übung hilft dabei. Legen Sie die Hände auf Ihren Bauch. Atmen Sie ganz normal weiter, wie Sie es auch sonst tun würden. Nichts ändern. Zählen Sie nun jedes Ausatmen gedanklich mit. Also so: Sie atmen ein, atmen aus, denken sich 1. Sie atmen ein, atmen aus, denken sich 2. Das machen Sie so lange, bis Sie das Gefühl haben, ruhig zu sein und der Atem schön fließt, so dass sich die Hände auf dem Bauch mitbewegen bei jedem Atemzug. Falls Sie vergessen haben, wo Sie stehengeblieben sind mit dem Zählen, fangen Sie einfach wieder von vorne an.

 

4.      Nehmen Sie die richtige Körperhaltung ein: Bauch rein, Brust raus, Schultern zurück und runter. Machen Sie sich groß. Stehen/sitzen Sie gerade.

 

5.      Sorgen Sie für einen festen, sicheren Stand. Beide Beine auf dem Boden.

 

6.      Achten Sie auf eine offene, einladende Haltung: Verschränken Sie nicht die Arme, wenden Sie sich nicht vom Gegenüber ab

 

7.      Spielen Sie nicht mit den Händen, den Haaren, dem Kugelschreiber. All das wirkt nervös und unsicher.

 

8.      Schauen Sie dem Gegenüber in die Augen.

 

9.      Achten Sie auf Ihre Mimik: Weder Grinsen von Ohr zu Ohr noch Zornesfalten auf der Stirn bringen Sie weiter. Üben Sie einen möglichst neutralen Gesichtsausdruck.

 

10.   Sprechen Sie ruhig und bestimmt, nicht leise-flüsternd, aber auch nicht übertrieben laut.

 

All dies braucht Übung. Am besten wenden Sie die Strategie erst einmal an einer Kleinigkeit an, die nicht gleich lebensverändernde Folgen nach sich zieht. Wenn Sie ein paar Erfolge in der Tasche haben, fällt es bestimmt bald leichter, Ihre Meinung zu sagen.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, „Mücke“ zu sein,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 12: Das Ende des "Müssens" - oder wie schön ist doch die Welt, wenn der Alltag Pause hat

Die Welt ist schön- nehmen Sie sich Zeit, das zu erleben

 

Heute muss ich noch arbeiten bis 18 Uhr. Danach einkaufen. Wäsche bügeln. Dann wollte ich eigentlich noch die Weihnachtsgeschenke verpacken. Und dann…..

 

Pläne über Pläne. Aufgaben reihen sich ohne Pause aneinander. So viel zu tun. Stress. Letzte Woche habe ich mir einmal einen anderen Tag gegönnt. Gut, ich war in der Arbeit, bis 17 Uhr. Aber danach habe ich mir meinen Mann geschnappt und wir sind losgefahren nach Passau. Ein schöner Bummel über den Weihnachtsmarkt am Dom. Kalt war es. Die Bratwurstsemmel schmeckte fantastisch. Die Lichterketten tauchten den Platz in warmes Licht. Dort sehen, da schnuppern, dies anfassen. Und was war die Folge? Leichtigkeit stellte sich ein, Freude. Wir alberten herrlich herum, lachten. Je mehr ich Abstand zum Alltag mit all seinen wartenden Aufgaben gewann, desto mehr gelang es mir, mit all meinen Sinnen wahrzunehmen. Zu genießen. Und wahrscheinlich wäre mir sonst dieser wunderschöne, klare Sternenhimmel gar nicht aufgefallen.

 

Diese Erfahrung bringt mich dazu, Ihnen zu raten: legen Sie auch solche Momente ein. Lassen Sie die Aufgaben liegen, schieben Sie das „Müssen“, das man sich ohnehin oft nur selbst verordnet, beiseite. Machen Sie in ihrem Leben Platz für Müßiggang, für Bummeln, für Ablenkung, für neue Erlebnisse. Öffnen Sie damit die Tür für Entspannung, Stressabbau und Lachen. Nehmen Sie wahr, was sich dadurch verändert. Erleben Sie wie wunderschön die Welt dann sein kann.

 

Beginnen Sie am besten gleich heute. Und denken Sie daran: nur wenig „Ich muss“ ist wirkliches „Müssen“.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, einfach mal so durchs Leben zu trudeln,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 11: Ich einfach unverbesserlich - und das sogar ohne Film

Ich - einfach unverbesserlich

 

Ich bin direkt. Ich schleiche nicht um den heißen Brei. Ich benenne die Dinge wie sie sind. Ich bin brandehrlich. Ich rede manchmal an Stellen, wo Schweigen wohl im Nachhinein die bessere Alternative gewesen wäre. Ich sage meine Meinung. Ich benutze das „Sch…wort“ wenn die Situation nun mal wirklich mit keinem anderen Wort besser zu beschreiben ist. Ich bin manchmal zu emotional, zu kompliziert, zu perfektionistisch. Ich mache Fehler. Ja – all das bin ich. Und dafür lieben mich meine Patienten.

 

Authentizität – also, der sein, der man ist, ohne sich zu verstellen, ohne eine Rolle zu spielen, ohne Maske – erfordert viel Mut, viel Selbstbewusstein. Es geht nicht um gemocht werden oder darum ein angepasstes, möglichst konfliktfreies Leben führen. Für mich ist Authentizität die Grundvoraussetzung, um mit Menschen arbeiten zu können – von Therapeut zu Patient, aber eben auch von Mensch zu Mensch. Ohne diese Echtheit, ohne für das Gegenüber einschätzbar zu sein, ohne dass das Gegenüber ein ehrliches Feedback bekommt, läuft keine Beratung, keine Therapie, noch nicht einmal eine Raucherentwöhnung.

 

Authentisch sein heißt aber nicht grob sein oder jemanden verletzen. Ich sage immer so schön: jemandem die Wahrheit in Liebe sagen.

 

Ein kleines Praxisbeispiel wieder zum Schluss, dieses Mal aus der Erzählung von einem früheren Ausbilder von mir. Er hatte eine Klientin, die ein für seine Nase furchtbares Parfum in großer Menge trug. Der Therapieraum stank danach, der Warteraum stank danach, ihm war schlecht, die nachfolgenden Leute machten ihn sogar auf den aufdringlichen Geruch aufmerksam. Was machte er in seiner authentischen Art: bei der nächsten Sitzung sprach er sie darauf an und erklärte ihr, dass sie ein großes Problem für ihn und die nachfolgenden Leute lösen würde, wenn sie das Parfum wegließe. Die Dame war irritiert, zunächst leicht gekränkt, aber noch viel später bedankte sie sich bei ihm und erklärte ihm, dass diese Sitzung für sie im Prozess enorm wichtig gewesen sei, weil sie dadurch erlebt habe, dass er als Therapeut zu ihr ganz ehrlich ist, dass die therapeutische Beziehung trägt und dass sie ihm wirklich vertrauen kann. Musterbeispiel würde ich sagen.

 

Nun sind die meisten von Ihnen ja wahrscheinlich keine Therapeuten, aber ich möchte Sie einladen: Probieren Sie es doch auch einmal aus und staunen Sie, wie gut es tut, ganz man selbst zu sein und wie sie damit nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Menschen einen Gefallen tun können.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, „Ehrl-ICH“ Sie selbst zu sein,

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 10: Was wir wirklich wollen - König Bauchgefühl verrät es

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl

 

Kennen Sie das? Man ist an einer Wegkreuzung im Leben angekommen. Man muss sich entscheiden. Mehrere Wege wären möglich. Doch welcher ist nur der Richtige für mich und mein Leben, meine Zukunft?

 

Wie das Zitat schon sagt, Wegweiser gibt es nicht. Aber wir Menschen haben etwas viel Besseres zur Verfügung, einen inneren Wegweiser, genannt Intuition, Bauchgefühl, innere Weisheit, nennen Sie es wie Sie wollen. Um damit in Kontakt zu kommen, braucht es Ruhe. Innehalte. Nachdenken und Nachspüren. Genau hinhören, wieder lernen, nach innen zu hören.

 

Was will ich wirklich wirklich wirklich? Was ist mein Ziel? Wenn ich mir darüber im Klaren bin, braucht es keine Wegweiser. Ich weiß, was zu tun ist, ich tue den ersten Schritt, ich mache mich auf den Weg.

 

Viel Erfolg und Freude im Kontakt mit ihrem Bauchgefühl – aber Vorsicht: Nebenwirkung: es könnte sein, dass Sie dann Entscheidungen treffen, die Ihr Leben verändern.

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 9: Was ist Liebe - oder 5 Tipps wie sich der Prinz auf dem weißen Pferd mit Vertrauen, Treue und Respekt verbinden lässt

Was ist Liebe?

 

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was Liebe eigentlich ist? Ich stelle meinen Patienten diese Frage regelmäßig. Und die Antwort ist sehr vielfältig. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass Liebe umschrieben wird mit Vertrauen, Treue, Zuverlässigkeit, Respekt, Wertschätzung, gegenseitiger Hilfe, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Sexualität, Gemeinschaft, Kommunikation, Kompromissbereitschaft. Und all dies stimmt natürlich.

 

Aber was ist mit der romantischen Liebe? Mit der Vorstellung vom Prinzen auf dem Pferd oder der Prinzessin im Turm, die es zu retten gilt? Was ist mit der Vorstellung davon, dass es den EINEN oder die EINE für uns gibt? Was ist mit Rosen und Kerzen? Was ist mit den Schmetterlingen im Bauch und dem Gefühl, dass der ganze Körper vibriert, wenn man sich berührt? Was ist mit der Sehnsucht, wenn man sich nicht sieht?

 

Meine Patienten sagen dann meistens: „Na ja, das verliert sich mit den Jahren. Das hat man doch nur die erste Zeit.“ Und ich entgegne darauf dann immer wieder: „Ich glaube nicht, dass es sich zwangsläufig verlieren muss. Ich glaube dass es eine gute Beziehung kennzeichnet, dass beide daran arbeiten, sich den Zauber zu erhalten.“ Empörte Stimmen erheben sich dann häufig: „Was hat denn Liebe mit Arbeit zu tun? Liebe ist.“ Und diesen Stimmen antworte ich so: „Es ist ein Geschenk, wenn zwei Menschen sich treffen, die so gut zusammenpassen, dass sie eine Beziehung eingehen. Anfangs geht alles wie von allein. Und dann, wenn der Alltag einkehrt und der Hormonpegel sich normalisiert hat, die rosarote Brille abgesetzt wird, die dreckige Wäsche Thema wird und ein Pups eben ein Pups ist und nicht nach Rosen duftet, dann ist es Zeit, um an der Beziehung zu arbeiten.“

 

 

 

Wie geht es also, die bodenständige, verlässliche, gewachsene Liebe mit der romantischen Liebe zu verbinden? Hier finden Sie fünf Anregungen.

 

1.      Schaffen Sie sich „Partnerqualitätszeit“. Das ist Zeit, die Sie ausschließlich gemeinsam verbringen, ohne Störungen. Dabei ist es unerheblich ob es sich um einen ganzen Tag oder nur eine Stunde handelt. Es ist die Zeit, in der man in Ruhe reden kann, es ist aber auch die Zeit, in der man bei Kerzenschein gemeinsam ein besonderes Essen verspeist oder miteinander in die Therme geht. Planen Sie solche Zeiten bewusst in Ihren Wochenplan ein.

 

2.      Sagen Sie ihrem Partner, dass Sie ihn/sie lieben. Nein, er weiß das nicht. Nein, es nicht klar oder selbstverständlich. Sagen Sie es immer und immer wieder. Persönlich, als Zettelchen, per Handy, egal. Aber sagen Sie es. Und nicht nur so dahin. Meinen Sie es auch. Sehen Sie dem Gegenüber dabei in die Augen. Leuchtende Augen des Partners und ein kostenfreies Lächeln garantiert.

 

3.      Suchen Sie Körperkontakt. Hören Sie nicht auf damit, sich zu berühren. Und damit meine ich nicht nur Sex. Der ist auch wichtig. Ich meine damit vor allem Händchen halten, sich streicheln, sich küssen, sich umarmen. Sich nah sein. Hören Sie, wie das Herz des Partners schlägt. Riechen Sie, wie das Haar des Partners riecht. Schmecken Sie die Lippen des Partners. Fühlen Sie, wie sich die Haut des Partners anfühlt.

 

4.      Machen Sie Ihrem Partner eine Freude. Ein kleines Zettelchen mit einer liebevollen Botschaft. Eine Blume. Der Lieblingskuchen steht auf dem Tisch. Überraschend kommen die besten Freunde zu einer lustigen Runde zusammen. Eine Rückenmassage nach einem anstrengenden Tag. Seien Sie kreativ und achten Sie auf die Reaktionen Ihres Partners. Aussagen wie „würde ich mal wieder gerne“ oder „das wäre schön“ sind Steilvorlagen. Das gibt Ihnen sicher einen Hinweis, wo und wie Sie Freude bereiten könnten.

 

5.      Schaffen Sie sich romantische Momente im Alltag. Den Ort besuchen, wo man sich kennengelernt hat. Den Film ansehen, den man als allererstes miteinander angesehen hat. DIE Musik hören. Erinnerungen an Urlaube etc. wiederbeleben indem man Fotos durchblättert. Ein gemeinsames Schaumbad bei Kerzenschein. Ein Spaziergang Arm in Arm. Miteinander den Sternenhimmel betrachten. Oder was Ihnen eben zum Thema Romantik einfällt.

 

Sie sehen schon, sich etwas einfallen zu lassen, immer wieder neu sein, kreativ sein ist Arbeit – aber positive Arbeit, die sich lohnt.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, die Schmetterlinge im Bauch immer weiter fliegen zu lassen

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 8: mit Ho-ho-ha-ha-ha zur Gesundheit - wie Lachyoga sich positiv auf Körper und Seele auswirkt

Lachen ist gesund - viel Spaß mit Lachyoga

 

„Lachen ist gesund“ heißt es im Volksmund. Dass da etwas dran ist, habe ich schon immer geahnt. Dass es tatsächlich wirkt, konnte ich selbst erleben. Ziemlich genau vor einem Jahr war ich auf einer besonderen Fortbildung: einer Lachyoga-Fortbildung. Lachyoga wurde von einem indischen Arzt namens Dr. Madan Kataria erfunden. Es wurde von einer Fünf-Personen-Veranstaltung im Park von Mumbai zu einem die Welt erobernden Virus, egal ob erfolgreiche Manager in Japan oder Altenheimbewohner in den USA, egal ob Kindergarten in Deutschland oder Militärschule in Indonesien. Lachyoga ist überall. Und warum – weil Lachen ansteckend ist.

 

Ich kam dorthin, zwei kleine Räume, ein kleiner exklusiver Teilnehmerkreis. Und ohne viel Theorie vorher ging es los. Nicht etwa dass jemand Witze erzählte, nein, Lachen ohne Grund, so tun als ob, sich gegenseitig mit absolut ulkiger Gestik, Mimik oder Unsinnssprache zum Lachen bringen. Tanzen. Singen. Atemübungen. Zugegeben, die ersten zehn Minuten fühlten sich schon komisch an, und ich habe ab und zu mal nach der Kamera im Raum gesucht, die das alles dann postwendend ins facebook stellt. Aber nein, es kam auch kein netter Mann mit weißer Weste. Es passierte etwas ganz Erstaunliches. Aus dem „künstlichen, gespielten Lachen“ wurde immer mehr herzliches Lachen, aus den tiefsten Tiefen des Bauches heraus. Mir tat mein Bauch richtig weh. Am zweiten Tag hatte ich richtig Muskelkater vom Lachen. Und es zeigte sich: ich atme viel tiefer, ich bin entspannter, befreit irgendwie, locker, schmerzfrei (bis auf den Muskelkater). Was denken Sie wie grob das war, sich zu trauen im nicht weit entfernt liegenden Gasthaus in völliger Nonsens-Sprache unser Mittagessen zu bestellen, so als könnten wir kein Wort Deutsch. Der Blick von der Kellnerin war unbezahlbar. Und wir haben noch Stunden später geprustet.

 

Lachen lockert, regt die Durchblutung an, sorgt für tiefes, freies Atmen. Lachen befreit von emotionalem Ballast, von Stress und Sorgen. Lachen lenkt ab. Man vergisst alles um sich herum. Lachen schenkt Selbstbewusstsein. Lachen stärkt das Immunsystem. Lachen verbessert soziale Fähigkeiten. Und Lachen schüttet Glückshormone aus. Allerdings lachen wir im Alltag viel zu wenig als dass es seine Wirkung im Körper voll entfalten könnte. Circa eine dreiviertel Stunde am Stück sollte es schon sein.

 

Trauen Sie sich, Lachyoga in einer Gruppe einmal auszuprobieren. Lernen Sie das Löwen-Lachen, das Ein-Meter-Lachen, die Lachcreme und Vieles mehr kennen.

 

In diesem Sinne, ein fröhliches Ho-ho-ha-ha-ha.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, mehr Lachen in Ihren Alltag zu bringen

 

Ihre Julia Georgi (zertifizierte Lachyoga-Leitern CLYL)

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 7: Warum nach A nicht zwangsläufig B kommt oder: wie wir aus erlernten Mustern aussteigen

Aussteigen aus Kindheitsmustern

 

Der kleine Maxi (Name verändert) war 2005 einer der ersten Kinder, die ich im Rahmen meiner Diplomarbeit psychologisch betreut habe. Ich habe noch genau den Klang der Stimme von Maxis Mutter im Ohr: „Du wolltest im Verein Fußball spielen. Jetzt wird nicht so einfach damit aufgehört, weil es mal Probleme gibt oder das Wetter nicht passt. Wer A sagt muss auch B sagen.“

 

Und wie Recht sie hatte. Mit diesem Satz sind viele von uns groß geworden. Dieser Satz hat unser Verhalten geprägt. Noch heute gibt es so viele Leute, die unglücklich sind mit ihrer früheren Wahl. Egal ob Partnerschaft, Beruf, Hobby, Freundschaft bis hin zu so einfachen Dingen wie die Auswahl was es heute zum Mittagessen geben soll. Einmal A gesagt und eine Wahl getroffen – muss man auch dabei bleiben. Koste es, was es wolle. Ob es eine gute Entscheidung war oder nicht. Ob man glücklich ist damit oder nicht.

 

Wenn man es so liest, denkt man: Quatsch, so bin ich doch nicht. Und doch begegnen mir in meinem Alltag so viele Menschen, die nach Manier von Maxis Mutter B-Sager geworden sind. B-Sagen macht träge im Kopf. Man stellt einmal getroffene Entscheidungen nicht in Frage. Und lebt dabei am Leben vorbei. Man ignoriert eigene Bedürfnisse. Verleugnet Wünsche. Verstellt sich. Klingt nicht so erstrebenswert, nicht wahr?

 

Wie wäre es, wenn wir uns trauen, A in Frage zu stellen. Vielleicht war es ja aus heutiger Sicht falsch, anzufangen, Trompete zu spielen. Hätte man vorher gewusst, wie es ist, hätte man es gelassen. Vielleicht war es ja falsch, tiefgefrorenen Fisch zu kaufen anstatt des frischen Fischs aus der Theke. Vielleicht war es ja falsch, Klaus zu heiraten. Vielleicht war es ja falsch, Erzieherin zu werden.

 

Dinge in Frage zu stellen, für die man sich einmal aktiv – und vielleicht sogar gegen die Empfehlung anderer Leute – entschieden hat, fällt schwer. Keine Frage. Es gibt aber eine ganz einfache Methode, um herauszufinden, was von A zu halten ist. Machen Sie sich eine gute alte „Plus-Minus-Liste“. Was spricht für A, was dagegen. Und wenn Sie ganz ehrlich zu sich sind, zeigt Ihnen diese Liste die Wahrheit. Und sollten Sie zu dem Schluss kommen, dass A für Sie nicht mehr in Frage kommt, dann schneiden Sie den alten Zopf ab, pfeifen Sie auf B und überlegen Sie sich eine Alternative. Etwas, wofür Sie brennen. Was Sie begeistert. Was Ihnen gibt was Sie brauchen. Wo Sie glücklich sind.

 

Für Maxi war es damals übrigens Eishockey. Das lag ihm einfach viel besser als Fußball.

 

Und geben Sie nichts auf die Unken, die immer noch aus der Tiefe des Brunnens rufen: „Wer A sagt muss auch B sagen.“ und dabei selbst im Dunkeln unglücklich leben.

 

Viel Erfolg und Freude beim Entdecken des passenden A,

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 6: Warum wilde Weiber mehr vom Leben haben

Wilde Weiber haben mehr vom Leben

 

Die gute Astrid Lindgren: ohne sie hätte es keinen Michel aus Lönneberga, keine Ferien auf Saltkrokan und vor allem keine Pippi Langstrumpf gegeben.

 

Gerade Pippi Langstrumpf kann uns im Leben in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein, uns verkopften Erwachsenen in unserem starren Alltag. Pippi ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich – man denke nur an die vielen Vornamen – und sie weiß das. Sie strotzt nur so vor Selbstbewusstein und bietet auch Autoritätspersonen die Stirn. Sie kümmert sich nicht darum, welche Kleidung Andere tragen – man denke nur an ihre Ringelstrümpfe. Es schert sie nicht, was im Trend liegt, welche Schnitte in Mode und welche Farben in sind. Sie ist frei und unabhängig, lässt sich nicht in die Konvention pressen. Sie sagt was sie denkt. Sie kann aus kleinen Mitteln tolle Dinge zaubern, weil sie ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität nutzt. Sie ist ein Organisationstalent, man denke nur an die grandiose Weihnachtsfeier. Sie hat Herz, setzt sich für Andere ein, Arme, Schwache. Ihre Tiere bedeuten ihr viel, Herr Nilsson und der kleine Onkel. Sie tut Dinge, die Mädchen normalerweise nicht tun – und das mit Leidenschaft. Sie hat echte Freunde.

 

Sie sehen schon – Attribute, die uns in unserem Leben auch einmal nicht schaden würden, zumindest teilweise. Ein bisschen frecher, ein bisschen wilder, ein bisschen lebendiger, ein bisschen anders.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, ein bisschen „Pippi“ zu sein,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 5: Wunschzettel einmal anders - fünf Dinge, die wir wirklich brauchen

Was brauchen wir wirklich im Leben?

 

Ein schnelles Auto, ein tolles Haus, der große Flachbildfernseher, ein Boot, ein Pferd, die neue Playstation, Lego Star Wars, eine Plüschfigur der Eisprinzessin. Egal ob wir Erwachsene oder Kinder fragen: die Wünsche sind zahlreich und kommen bestimmt wie aus der Pistole geschossen. Gerade jetzt vor Weihnachten.

 

Was brauchen wir aber wirklich? Was ist wirklich notwendig für unser Leben? Neben den Dingen, die nun einmal für Leben unumgänglich sind (Sauerstoff, Nahrung, Wasser) würde ich folgende Liste anlegen wollen:

 

Rangplatz 1 würde ich sagen verdient die Gesundheit. Denn ohne Gesundheit ist alles nichts, beziehungsweise viel schwerer, das sehe ich jeden Tag in der Arbeit mit meinen amputierten Patienten.

 

Rangplatz 2 würde ich mit „Beziehungen“ überschreiben. Egal ob Eltern, Geschwister, Partner, Kinder, Freunde – wir brauchen Menschen um uns herum. Es ist nun einmal ein Grundbedürfnis geliebt zu werden, geschätzt zu werden, anerkannt zu sein und Geborgenheit zu erfahren.

 

Rangplatz 3 – etwas, das wir in Deutschland oft für selbstverständlich halten: ein Dach über dem Kopf, genug Geld um zu leben, die relative Gewissheit, nicht morgen auf eine Mine zu treten. Das Thema Sicherheit/Absicherung also.

 

Rangplatz 4 würde ich die Überschrift „Freiheit“ geben. Und zwar in jeglicher Form. Natürlich die physische Freiheit, nirgends eingesperrt sein. Aber auch die Gedankenfreiheit, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit im Glauben, freie Berufswahl. Auch die Freiheit, sich zu verwirklichen zählt darunter.

 

Rangplatz 5 wäre für mich noch „eine Aufgabe“, egal ob Beruf oder Rentner mit ehrenamtlicher Tätigkeit. Jeder von uns braucht etwas, um sich sinnvoll und gebraucht zu fühlen, um die eigenen Fähigkeiten auch anwenden zu können.

 

Stellen Sie sich doch einmal die Frage: was brauchen Sie noch außerhalb der genannten Dinge? Was ist in Ihrem Leben elementar wichtig? Worauf könnten Sie niemals verzichten? Und ich wette, dass die Antwort nicht „Fernseher“ oder „Handy“ heißt, auch wenn uns das in der heutigen Zeit zugegeben sehr schwer fallen würde.

 

 

 

Viel Erfolg und Freude dabei, die wirklichen Notwendigkeiten in Ihrem Leben kennen zu lernen,

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

 

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 4: Wieviel fiesen Ärger braucht der Mensch - eine Lösung für Sch...tage

 

So viele kleine und große Dinge führen jeden Tag dazu, dass wir uns ärgern. Das Auto springt nicht an. Es regnet. Der Wäscheberg zu Hause türmt sich mal wieder ins Unendliche. Die Verkäuferin an der Kasse reagiert auf eine freundliche Nachfrage genervt. Die Kollegin fragt zum dritten Mal in Folge, ob ihr Wochenenddienst übernommen werden kann. Überstunden. Das Fleisch fürs Abendessen brennt an. Die Nachbarn sind wieder mal zu laut.

 

Solche Tage kennt jeder von uns. Wir ärgern uns, und weil man schon einmal im Ärger- und Grummel-Modus ist, zieht man auch den restlichen Tag nur Ärger an. Ein richtiger Sch…tag.

 

Die gute Nachricht: wir können uns ganz aktiv dazu entschließen, das Sich-Ärgern sein zu lassen, abzuschließen, loszulassen. Das geht am besten, wenn wir eine Technik wählen, um Ärger abzureagieren, zum Beispiel Sport, ein Telefonat mit der Freundin, einfach mal schreien, laut Musik hören oder Tagebuch schreiben. Einmal losgelassen, gilt wieder, dass man bereit ist für die Schönheit, die in jedem Tag liegt.

 

Viel Erfolg und Freude beim Ent-ärgern,

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 3: Sie befinden sich hier oder: Fünf Aufgaben, die Ihnen helfen Ihr Ziel zu erreichen

Entwicklung und starten geht nur, wenn man weiß wo man steht

 

Ich sehe ein Ziel vor meinem inneren Auge. Urlaub in der Karibik. Da möchte ich hin. Sehr verlockend. Ich sehe mich dort schon richtig, mittendrin. Am Strand, in der Sonne, ausspannen, endlich Ruhe. Wie schön. Peng – Traumblase zerplatzt. Warum? Das Auto hat erst neue Winterreifen gebraucht, die Kinder Schuhe und die Waschmaschine macht auch schon komische Geräusche. Kein Geld übrig. Außerdem sind die Kinder noch viel zu klein für so einen langen Flug. Die Realität holt einen ein.

 

Ein einfaches Beispiel dafür, was passiert, wenn ich nur meinen Träumen nachhänge und unrealistische Ziele vor Augen habe, ohne den aktuellen Standpunkt zu berücksichtigen. Leider sind es im Leben aber nicht nur diese einfachen Dinge, an denen wir scheitern, sondern häufig ganz komplexe Zusammensetzungen. Wir wollen uns beruflich verändern. Wir wollen eine bessere Partnerschaft haben. Wir wollen insgesamt zufriedener sein. Wir wollen uns erfüllter fühlen. Wir wollen schmerzfrei leben. Und und und. Sie merken schon alleine an der Aufzählung, dass es viele Wünsche gibt. Und dass die meisten davon alles andere als konkret sind. Und dass dabei schon gar nicht berücksichtigt wird, wo wir aktuell stehen, was die Ausgangsposition ist. Damit nun die Wünsche nicht ans Christkind übergeben werden und man sich aufs Hoffen und Warten beschränkt, muss ich mir eines klar machen: Wie geht es mir gerade? Was brauche ich im Moment? Was habe ich an Ressourcen zur Verfügung? Wo gibt es aktuell Einschränkungen? Wen habe ich zur Unterstützung im Boot?

 

Stellen Sie es sich einfach so vor. Sie machen sich auf zu einer Wanderung. Vor Ihnen liegt das erklärte Ziel: die Spitze des Berges. Da müssen Sie sich doch auch erst einmal Gedanken darüber machen: wo genau bin ich auf der Karte? Wo ist mein Standpunkt? Habe ich die richtige Kleidung die richtigen Schuhe an? Habe ich genug Proviant dabei? Wer hilft mir, wenn ich unterwegs in Schwierigkeiten gerate? Wie lange werde ich für den Weg brauchen? Wie sehen die einzelnen Teilabschnitte der Wanderung aus? Was erwartet mich voraussichtlich? Reicht meine Kondition aus? Welches Wetter ist hier und heute am Starttag?

 

Analog sollten Sie es auch halten, wenn es um Lebensziele geht.

 

1.      Aufgabe: Versuchen Sie zunächst einmal, das Ziel möglichst genau zu definieren: realistisch, positiv formuliert, so klar wie möglich. Beispielsweise ist ihr Ziel nicht, ein zufriedenes Leben zu führen sondern – heruntergebrochen auf das Wesentliche, worauf es Ihnen ankommt – in der Partnerschaft täglich ohne Störung miteinander darüber zu sprechen, wie der Tag des Anderen war, um gut im Kontakt miteinander zu bleiben und den Anderen besser zu verstehen.

 

2.      Aufgabe: Wenn einmal das Ziel definiert ist, macht es auch Sinn, ein Zeitfenster festzulegen, bis wann man das Ziel erreicht haben will. Zum Beispiel: Umsetzung des Ziels bis Weihnachten.

 

3.      Aufgabe: Im Anschluss daran stellen Sie sich das Ziel bitte mit all ihren Sinnen vor: wo sind Sie dann, wenn das Ziel erreicht ist, was ist dann möglich, wie geht es Ihnen dann, was hören/sehen/riechen/schmecken/tasten Sie dann? – Soweit erledigt. Sehr gut. Ich bin stolz auf Sie.

 

4.      Aufgabe: Jetzt definieren Sie die Ausgangslage, den Standpunkt. Wie steht es aktuell um das Reden in der Partnerschaft? Was sind Ihre Gefühle/Bedürfnisse dazu? Was tun Sie dafür oder eben auch nicht, dass Gespräche möglich sind? Was tut oder tut der Partner nicht dafür? Was könnte eine Lösung dafür sein? Braucht es ein tägliches Ritual oder ist doch Paarberatung  notwendig um voran zu kommen?

 

5.      Aufgabe: Ja und wenn Sie einmal soweit sind dann hilft nur eins: tun. Umsetzen. Verändern.

 

 

 

Viel Erfolg und Freude dabei, sich in genauer Kenntnis des Startpunktes auf Wanderung zu begeben.

 

 

 

Ihre Julia Georgi

 

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Adventskalender Türchen 2: Die Geschichte von der schrecklichen Angst, die Türen schließt

 

Heute muss ich einmal ganz persönlich anfangen. Dieser Satz hat mich extrem berührt, zum Nachdenken gebracht, etwas in mir verändert, eine Neuorientierung möglich gemacht. Und es lohnt sich auch für Sie, einmal darüber nachzudenken: wovor fürchte ich mich am meisten? Und damit meine ich nicht etwa Spinnen, Flugzeuge oder enge Aufzüge. Ich meine eher: wovor haben Sie Angst, wenn Sie Ihre persönliche Entwicklung betrachten? Wovor haben Sie Angst, wenn Sie an Ihre Fähigkeiten denken? Wovor haben Sie Angst, wenn es um berufliche Orientierung geht? Wovor haben Sie Angst, wenn es um Lebensziele geht? Ich hoffe Sie verstehen, was ich meine. Ich mache es an zwei Beispielen aus meiner täglichen Praxis noch deutlicher:

 

 

 

1.      Die Frau, die sich nicht trennen konnte aus Angst, das Alleinsein nicht auszuhalten und mit dem Sich-selbst-versorgen-müssen völlig überfordert zu sein.

 

2.      Der Mann, der nie eine eigene Meinung im Beruf hatte, aus Angst anzuecken und gefeuert zu werden, wenn er nicht „Ja und Amen“ sagt.

 

Möglicherweise stellt man fest, dass diese Angst blockiert, mir den Weg verstellt, mich von meinen Ressourcen abschneidet. Die Angst führt dazu, etwas nicht zu tun. Die Angst führt dazu, einen Weg nicht einmal in Erwägung zu ziehen.

 

Was passiert, wenn wir uns mit unserer Angst konfrontieren, ihr ins Gesicht lachen, uns stellen? Erst einmal wohl nichts Schlimmes außer Erkenntnis. Vielleicht kann ich hinter der Angst, dann, wenn ich alles einmal nüchtern ohne die Angst betrachte, erkennen, dass es da ein Talent in mir gibt, dass mir da etwas Spaß machen könnte, dass da etwas Kreatives in mir schlummert, dass da etwas heraus will aus mir.

 

Und möglicherweise wird aus dem, wovor ich noch gestern Angst hatte, heute eine große Leidenschaft, etwas, wofür es sich lohnt zu leben, zu lernen, zu kämpfen. Klingt pathetisch und übertrieben. Aber in meinem Fall war es so.

 

Was aus den zwei Leuten geworden ist? Ganz einfach.

 

1.      Die Frau hat sich getrennt und arbeitet jetzt in einer Beratungsstelle, wo sie sich um Frauen kümmert, die in Krisen stecken, die Eheschwierigkeiten haben oder sich trennen wollen

 

2.      Der Mann hat gekündigt und ist jetzt selbstständig und damit sein eigener Herr. Es ist nun notwendig, dass er sich täglich seine eigene Meinung bildet und die Erkenntnisse daraus umsetzt.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, sich Ihrer Angst zu stellen und dabei neue Seiten zu entdecken,

 

Ihre Julia Georgi

P.S. Seien Sie gespannt was Türchen 3 für Sie bereit hält. Hoffentlich bis morgen.

 

 

 

 

 

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Adventskalender Türchen 1: Das vierblättrige Kleeblatt oder - warum Glück magnetisch ist

Adventskalender Die Hypnose Praxis Türchen 1

Was ist Glück? Wann ist man glücklich? Große, schwierige Fragen. Die Latte für Glück liegt häufig ganz schön weit oben. Glück ist ab viertausend Euro netto. Glück ist eine dreiwöchige Karibikkreuzfahrt. Glück ist, im Lotto zu gewinnen und Millionär zu werden. Wer sein Glück so hoch hängt, kann leicht enttäuscht werden.

 

Ich plädiere für kleines Glück, aber davon regelmäßig eine Portion. Kinder leben uns vor, wie kleines Glück geht. Dort ein Stein in Herzform, da eine Taubenfeder, ein vierblättriges Kleeblatt. Keine großen Dinge. Keine besonderen Dinge. Keine Dinge, die Geld kosten. Aber trotzdem leuchten die Augen und Kinder hüten diese Dinge in kleinen Kästchen wie Schätze.

 

Sehen Sie doch auch einmal Ihren Alltag mit „Glücksaugen“. Ist es nicht Glück, wenn mir am Gang jemand mit einem Lächeln begegnet? Ist es nicht Glück, wenn mein Kind sein Händchen in meine Hand legt und sagt, wie lieb es mich hat? Ist es nicht Glück von meinem Partner in den Arm genommen zu werden? Ist es nicht Glück, wenn mein Hund mich abends begrüßt als wäre ich tagelang weg gewesen? Ist es nicht Glück, wenn ich einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen darf? Ist es nicht Glück, morgens zehn Minuten Zeit für eine Tasse Kaffee in aller Stille zu haben bevor der Tag startet? Ist es nicht Glück unter der Dusche zu stehen und das Prasseln des warmen Wassers auf der Haut spüren zu können?

 

Wo haben Sie heute schon überall „kleines Glück“ erlebt? Ich bin ja der Meinung, dass Glück magnetisch ist. Wo Glück ist kommt Glück hinzu. Und schon wird aus einigen kleinen Glücksmomenten großes Glück. Holen Sie sich Ihren Anteil daran.

 

Viel Erfolg und Freude dabei, das Glück in Ihr Leben einzuladen.

 

Ihre Julia Georgi

P.S.: Seien Sie morgen doch wieder dabei bei Türchen 2. Ich freue mich auf Sie.

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Die große Adventskalender-Freude - oder warum wir als Erwachsene auch noch Türchen öffnen wollen

Adventskalender - auch für Erwachsene ist ein Adventskalender wichtig
Adventskalender - als Vorlage für mein Foto diente ein typischer Schokokalender der Firma Rübezahl Schokoladen GmbH

Wer von uns kennt das nicht? Das gespannte Warten: welcher Adventskalender ist es dieses Mal? Wann darf ich das erste Türchen öffnen? Was verbirgt sich dahinter? Spannung, Neugier, Freude beschenkt zu werden - so wurden wir schon als Kind durch den Advent begleitet.

 

Doch als Erwachsene ist es selten geworden, dass wir einen Adventskalender bekommen. Das braucht man doch nicht, das ist doch kindisch, zu viel Aufwand, dazu hat man keine Zeit in der "stillen Zeit". Man verleugnet, dass man auch als Erwachsener noch kindliche Freude daran haben kann, jeden Tag ein kleines Geschenk zu entdecken, das einem ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

 

Der Handel hat dieses Thema "Adventskalender für Erwachsene" schon lange als Lücke für sich entdeckt. So versuchen Firmen mit Bier-Adventskalender, Tee-Adventskalender, Gewürz-Adventskalender etc. diese Lücke zu füllen, dass man sich auch als Erwachsener im Advent dieses kindliche Freude-Gefühl und die Neugier, das Entdecken zurückholen möchte.

 

Doch das Problem an der Sache ist: das alles ist nett, aber eben nicht mehr. Wir können uns doch ohnehin heutzutage alles kaufen. Wenn ich Tee möchte gehe ich in einen Laden und hole mir welchen, wenn ich ein besonderes Gewürz haben möchte, das nicht alltäglich ist suche ich im Internet danach und lege es in meinen Warenkorb. Es ist einfach nicht dasselbe wie das Gefühl als Kind. Damals konnte ich es mir nicht leisten, den Inhalt des Kalenders zu kaufen. Damals war es etwas Besonderes. Damals haben meine Augen geleuchtet, anstatt einfach zu sagen "wie nett" und es ins Regal zu stellen.

 

Und es kommt noch etwas hinzu - halten Sie mich ruhig für altmodisch oder moralisierend - ich stehe dazu: Advent ist auch eine besondere Zeit im Jahr, die der Vorbereitung dienen soll, der Vorbereitung auf Weihnachten, auf die Ankunft Jesu, auf ein großes Fest. Und ohne jetzt im Bereich Glauben zu versinken  - das kann schließlich jeder halten wie er möchte - es soll eine stille, besinnliche Zeit sein. Eine Zeit, in der ich auch einmal in mich gehen kann, auch einmal über mich und mein Leben nachdenken kann. Eine Zeit der Gemütlichkeit, des Wohlfühlens, des prasselnden Ofenfeuers und dampfenden Tees. Zeit für Partnerschaft und kuschelige Couchtage. Und eben auch Zeit für leuchtende Augen, für das Gefühl, dass mit einem kleinen Geschenk besonders an mich gedacht wird, dass ich wertgeschätzt werde.

 

Und dabei muss ein Adventskalender meiner Meinung nach überhaupt nichts Materielles enthalten. Kleine Botschaften, Sprüche, , Gutscheine für gemeinsame Spieleabende oder eine Rückenmassage oder einmal Spülmaschine ausräumen - das ist oft mehr Wert als alles Geld der Welt.

 

Wussten Sie, dass die Entstehung der ersten Adventskalender schon zurückdatiert werden kann auf Mitte des 19. Jahrhunderts? Damals noch mit einfachen Mitteln wie 24 Bilder an die Wand hängen oder Kreidestriche an der Wand weglöschen um die Tage bis Weihnachten herunter zu zählen oder aber auch täglich ein weiteres Stück Kerze abbrennen, etablierte sich immer mehr eine Tradition. Erst in den 1920ern entstand die Idee "Türchen" zu öffnen, zunächst noch mit Bildern dahinter. Erst ab den späten 50er, Anfang der 1960er Jahre entstand der klassische Schokoladenadventskalender. Damit wurde der Adventskalender zum günstigen "Massenprodukt", das sich die meisten leisten konnten. (Quelle dazu: http://www.wasistwas.de/archiv-geschichte-details/die-geschichte-des-adventskalenders.html und https://de.wikipedia.org/wiki/Adventskalender vom 19.11.16)

 

Ich kann nur eine Lanze für selbstgemachte, selbstbefüllte Adventskalender brechen. Probieren Sie es aus - leuchtende Augen sind Ihnen sicher - nicht nur von Ihren Kindern.

 

Und weil auch Die Hypnose Praxis etwas zum Thema beitragen möchte, gibt es ab dem 01.12.16 jeden Tag einen Blogbeitrag. Schauen Sie doch herein.

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Ressourcen schätzen oder: ich denke an das, was ich habe anstatt daran, was ich nicht habe

„Denke nicht an das, was dir fehlt. Denke lieber an das, was du hast.“ (Marc Aurel)
Dieses Zitat ist mir heute begegnet und hat mich wieder einmal zum Nachdenken gebracht.
 
Wann haben Sie zuletzt darüber nachgedacht, wie reich an Ressourcen Sie sind? Wann waren Sie zuletzt dankbar dafür, ein Dach über dem Kopf zu haben? Dafür, dass es warm wird, wenn Sie die Heizung aufdrehen. Dafür dass Sie zwei Beine haben und gehen, sich frei bewegen können. Dafür dass Sie genug Geld haben um sich Essen kaufen zu können. Dafür, dass es Menschen gibt, die Sie schätzen und lieben.
 
Lassen Sie uns uns täglich bewusst machen, was wir alles haben, wie reich wir wirklich sind.
Als Vorschlag, positives Denken in Ihren Alltag einzubauen, schlage ich Ihnen folgende kleine Übung vor:
  1. Nehmen Sie sich ein leeres DIN A 4 Blatt zur Hand und eine Zeitschrift, die sie nicht mehr brauchen.
  2. Schließen Sie einen Moment die Augen und konzentrieren Sie sich auf das Thema "Was ich alles habe" (und damit meine ich natürlich nicht nur Materielles!)
  3. Öffnen Sie dann wieder die Augen und reißen Sie aus der Zeitschrift - ganz aus dem Bauch heraus - Bilder, Wörter oder Sätze heraus, die zum Thema passen
  4. Kleben Sie alles Gefundene als Collage auf das DIN A 4 Blatt.
  5. Sehen Sie sich Ihr Ressourcenbild an und machen Sie sich dadurch bewusst, wie reich Sie sind.
  6. Platzieren Sie dieses Bild irgendwo, wo Sie täglich vorbei gehen, zum Beispiel an einer Tür

 

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Herbst/Winter - der jahreszeitbedingten Depression entgegenwirken

Es geht wieder los: die Tage werden kürzer, morgens ist es dunkel, wenn wir aus dem Haus gehen und abends ist es dunkel wenn wir wieder nach Hause kommen. Das Laub fällt, die Temperaturen sinken. Nebel zieht auf. Die Felder sind abgeerntet.

Für viele beginnt nun eine schwere Zeit: niedergeschlagene Stimmung, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Kraftlosigkeit. Die jahreszeitbedingte Depression hält Einzug.

 

Viele nehmen Medikamente ein, die Psychiater haben Hochkonjunktur. Was vergessen jedoch viele? Es ist nicht getan damit, eine Pille zu schlucken. Zusätzlich muss man sich etwas Gutes tun, der Seele Streicheleinheiten schenken. Für Wohlfühlen und Geborgenheit sorgen.

 

Gönnen Sie sich ein wunderbar warmes Basenbad (aus dem Drogeriemarkt oder der Apotheke), um den durch Stress und emotionale Anspannung übersäuerten Körper, in Ausgleich zu bringen.

 

Gönnen Sie sich schimmernde Kerzen anstatt künstlichem Neonlicht.

 

Gönnen Sie sich den Duft von Lavendelblüten oder den waldigen Verwöhngeruch von Zirbenholz zur Schlafförderung (z.B. über www.die-wohlfuehlzirbe.de).

 

Gönnen Sie sich eine belebende, ausgleichende Fußreflexzonenmassage, zum Beispiel beim Physiotherapeuten Ihres Vertrauens.

 

Und auch ich kann zu Ihrem Wohlbefinden in dieser Zeit beitragen.

 

Zum Beispiel mit einer Verwöhn-Entspannungs-Hypnose, in der Sie wieder Kraft tanken für den Alltag.

 

Oder auch mit einer wunderbaren Klangmassage nach Peter Hess.

 

Beides gibt es selbstverständlich auch als Gutschein zu erwerben, wenn Sie einem lieben Menschen etwas Gutes tun wollen.

 

 

Melden Sie sich jetzt an unter die-hypnose-praxis@web.de oder telefonisch unter 0170-53 70 889. Ich freue mich auf Sie!

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Ein Name ändert sich - die Person bleibt

Am 12.08.2016 war für mich ein ganz besonderer Tag: ich feierte Hochzeit. Dadurch hat sich auch mein Name geändert. Aus Julia Penzkofer wurde Julia Georgi. Viele fragten mich: ja ist das denn nicht schwierig, sich umzubenennen, gerade auch wenn man eine Praxis führt. Meine Antwort darauf ist klar: es ist zwar mit vielen Formalitäten verbunden, seinen Namen zu ändern, aber es ist für mich besonders wichtig diesen Schritt zu vollziehen, ein ganz klares Zeichen für Verbundenheit im Leben. Und schließlich ändern sich ja nur die Buchstaben und nicht die Person, die Werte, die Eigenschaften und Fähigkeiten. Insofern: für Sie genauso wie für mich ist die Namensänderung erst einmal eine Umstellung. Aber ich bin wie gewohnt mit vollem Einsatz für Sie und Ihre Ziele da. Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen

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Der Unterschied zwischen Spaß und Freude

Gerade befinden wir uns mitten in der Faschingszeit. Eine Zeit, in der viel gefeiert wird. Zeit der Kostümierungen. Zeit der Fröhlichkeit, der Ausgelassenheit. Zeit, Spaß zu haben. 

Doch was ist eigentlich Spaß? Spaß kommt wohl dem Wortursprung nach vom italienischen Wort „spasso“, was so viel bedeutet wie Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen. Spaß ist das, was die Römer hatten, wenn sie ihr „Brot und Spiele“ lebten, Spaß hatte Markus in dem Lied, wenn sein Maserati 210 fuhr. Ein Ausflug macht Spaß, einen Gegenstand kaufen macht Spaß, eine Geburtstagsfeier macht Spaß. Was fällt Ihnen spontan ein, was Ihnen Spaß macht?

Jedoch ist Spaß eine sehr kurz anhaltende Angelegenheit. Spaß kommt und geht, tut uns zwar gut, hinterlässt aber in uns keine tiefen Spuren, hat keinen Bestand.

Ganz anders hingegen die Freude. Im Duden wird Freude erklärt als „Froh- und Beglücktsein“. Freude ist viel intensiver. Freude geht tiefer, bewegt uns von innen heraus und berührt uns ganz tief drin. Freude lässt die Augen strahlen. Freude ist nicht nur Lächeln, Freude ist vor Freude schreien können. Freude ist Glück, Glückseligkeit. Freude ist wie Friedrich Schiller sagte „das Prinzip das das Leben antreibt“. 

Freude ist also mehr als über einen Witz zu lachen. Freude ist mehr als über eine Sendung im Fernsehen zu schmunzeln.  

Freude kann laut oder aber auch still sein. Freude löst ein Gefühl von Lebendigkeit, Leichtigkeit und Stärke aus. In der Freude fühlen wir uns wohl, alle unseren seelischen Bedürfnisse sind für den Moment erfüllt. Mit Freude im Herzen kann ich die Welt anders sehen und mehr genießen. 

Und es gibt viele Spielarten der Freude. Um nur eine zu nennen: die Vorfreude.

Wenn ich darüber nachdenke, worüber ich Freude empfinde, fallen mir viele Dinge ein. Zum Beispiel morgens wenn ich zur Arbeit fahre einen wunderschönen Sonnenaufgang in allen Farben schimmern sehen, die Natur in morgendliches Licht getaucht. Ein Musikstück, das ich schon lange übe, so spielen können, dass es über reine Technik hinaus geht, dass ich es fühle, dass ich es bin in dem Moment, dass ich damit andere Menschen bewegen kann. Erleben, wie Patienten sich während der Therapie verändern, ganz anders die Praxis verlassen als sie gekommen sind. Mit meinem Partner übers Tanzparkett schweben, dabei Nähe, Gemeinschaft, Einssein erleben. Und es gibt noch so viel mehr….

Wann haben Sie sich zuletzt von Herzen gefreut? Wer oder was lässt Sie Freude empfinden? Wie erkennt man, dass Sie sich freuen? Wie sieht Ihr Gesicht dabei aus? Ihr Körper? Was sagen Sie? Was tun Sie?

Das Schönste an der Freude ist jedoch: sie ist alltäglich. Auch wenn sie ein starkes Gefühl ist, kann sie uns überall und immer begegnen. Wir müssen nur unsere Augen und Herzen öffnen, unsere Sinne schärfen und die Freude in unser Leben einladen. 

 

 

 

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Gute Vorsätze 2016- ich unterstütze  Sie dabei Ihr Ziel zu erreichen

Das Jahr 2016 hat begonnen. Sie haben auch einen guten Vorsatz gefasst? Vielleicht einen Vorsatz den Sie schon von Jahr zu Jahr mit sich herum tragen? Bisher hat es noch nicht geklappt mit dem Rauchen aufzuhören und endlich das Leben als Nichtraucher zu genießen- gesünder, aktiver und mit mehr Geld im Geldbeutel? Bisher hat es nicht geklappt abzunehmen und endlich das Leben mit Wunschgewicht zu genießen- schlanker, fitter und zufriedener? Sie haben noch ein anderes Ziel das Sie bisher nicht erreichen konnten? Ich unterstütze Sie ganz individuell mit Hilfe von Hypnose, Ihr Unterbewusstsein auf Erfolg zu programmieren  und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Kontaktieren Sie mich unter 0170-5370889 und lassen Sie sich individuell beraten. 

 

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